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Impulse zu einer Renaissance.

Die jüngste politische Stiftung des Landes, die Desiderius-Erasmus-Stiftung, hat sich nicht weniger als eine Erneuerung der politischen Kultur in Deutschland zum Ziel gesetzt. In diesem Band machen sich fünfundzwanzig engagierte und renommierte Autoren Gedanken über die Zukunft unseres Landes. Alle Bereiche des politischen Lebens – kollektive Identität, Gesellschaft und Kultur, Wirtschafts- und Sozialpolitik, internationale Beziehungen, Recht und Staat, Medien und Meinungsfreiheit – kommen zur Sprache und werden hinsichtlich einer notwendigen Gesundung des gemeinsamen neu bedacht.
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Geschichtsunterricht revisited.

Aus vielerlei politischen Gründen haben wir gelernt, mit Halbwahrheiten zu leben, wenn es um die Betrachtung des Judentums und des Nationalsozialismus geht. Doch sind Halbwahrheiten stets auch halbe Lügen, was sich als umso schädlicher erweist, wenn sie formelhafte Tabus betreffen. Der Theologe und Politiker Edelbert Richter, der für die SPD im Bundestag saß, unternimmt einen Drahtseilakt über vermintem Gelände und fördert klärende Erkenntnisse zutage...
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Individuation statt Individualismus.

Seine Geschichte wird man nicht los, sie sitzt einem in den Knochen und in der Seele. Das betrifft unsere Biografien als Einzelne wie den kollektiven, Werdegang des Volkes, dem wir angehören. Beides greift weit in die Vergangenheit aus und prägt unser Denken, Verhalten und Handeln im Heute. Zwar können wir dieses lebenslange Wirkungsgefüge bestreiten, versuchen uns „neu zu erfinden“, doch lässt sich die einmal beschriebene Tafel nicht blankwischen. Wir leben in und mit der Geschichte, der persönlichen wie der gemeinschaftlichen.
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Unfähigkeit zur Befremdung.

Frank Böckelmanns Aufsehen erregende Studie über die gegenseitige Wahrnehmung und Fremdheit von Gelben“, „Schwarzen“ und „Weißen“ ist 1998 in Hans Magnus Enzensbergers „Die Andere Bibliothek“ erschienen, war lange Zeit vergriffen und liegt nun in einer erweiterten Neuausgabe – mit Stellungnahme des Autors zur gegenwärtigen Lage – endlich wieder vor. An Aktualität und Überzeugungskraft hat sie nichts eingebüßt – im Gegenteil. Schon vor zwei Jahrzehnten war die öffentliche Belehrung, wie man mit Fremden korrekt umzugehen habe, von einem entlarvenden Widerspruch geprägt
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