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Doch nicht alles zyklisch?

Wenn DER nihilistische Zivilisationskritiker unter den Romanciers unserer Tage sich mit DEM visionären Geschichtsphilosophen des 20. Jahrhunderts befasst, heißt es das Smartphone weglegen und die Ohren spitzen. Denn Spenglers Zyklentheorie, daß jede Kultur diverse Wachstumsphasen durchlaufe, an deren Ende die „Zivilisation“ stehe und in den dekadenten Verfall übergehe, scheint dem Pessimismus Houellebecqs nur allzu sehr zu entsprechen. Und doch sieht der große Verneiner die Dinge anders und erkennt im heutigen Niedergang des Okzidents einen paradoxen Hoffnungsschimmer. Der letzte Trumpf könne immer erst dann stechen, wenn das Spiel schon verloren scheint.
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Impulse zu einer Renaissance.

Die jüngste politische Stiftung des Landes, die Desiderius-Erasmus-Stiftung, hat sich nicht weniger als eine Erneuerung der politischen Kultur in Deutschland zum Ziel gesetzt. In diesem Band machen sich fünfundzwanzig engagierte und renommierte Autoren Gedanken über die Zukunft unseres Landes. Alle Bereiche des politischen Lebens – kollektive Identität, Gesellschaft und Kultur, Wirtschafts- und Sozialpolitik, internationale Beziehungen, Recht und Staat, Medien und Meinungsfreiheit – kommen zur Sprache und werden hinsichtlich einer notwendigen Gesundung des gemeinsamen neu bedacht.
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Individuation statt Individualismus.

Seine Geschichte wird man nicht los, sie sitzt einem in den Knochen und in der Seele. Das betrifft unsere Biografien als Einzelne wie den kollektiven, Werdegang des Volkes, dem wir angehören. Beides greift weit in die Vergangenheit aus und prägt unser Denken, Verhalten und Handeln im Heute. Zwar können wir dieses lebenslange Wirkungsgefüge bestreiten, versuchen uns „neu zu erfinden“, doch lässt sich die einmal beschriebene Tafel nicht blankwischen. Wir leben in und mit der Geschichte, der persönlichen wie der gemeinschaftlichen.
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Geschichtsunterricht revisited.

Aus vielerlei politischen Gründen haben wir gelernt, mit Halbwahrheiten zu leben, wenn es um die Betrachtung des Judentums und des Nationalsozialismus geht. Doch sind Halbwahrheiten stets auch halbe Lügen, was sich als umso schädlicher erweist, wenn sie formelhafte Tabus betreffen. Der Theologe und Politiker Edelbert Richter, der für die SPD im Bundestag saß, unternimmt einen Drahtseilakt über vermintem Gelände und fördert klärende Erkenntnisse zutage...
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