Die Wirtschaft und das Unentgeltliche

Kostenlose Güter zwischen Kapitalismus und Staat
Gebundene Ausgabe. 562 Seiten. Mit Leseband. Halbleinen. Fadenheftung.
ISBN:
978-3-948075-53-8
Erschienen:
Oktober 2023
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7948075538
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Was wird nicht alles kommerzialisiert, finanziell ausgebeutet oder besteuert. Leicht ist es, das zu beklagen. Originell ist es, in die entgegengesetzte Richtung zu blicken. Für den Ökonomen Jörg Guido Hülsmann (*1966) ist die Welt voller unentgeltlicher Güter. Der Mensch kommt mittellos auf die Welt, und mittellos verläßt er sie auch wieder. Alle anfänglichen Gaben erhält er von anderen. Schließlich hinterläßt er anderen, was er im Laufe vieler Jahre angesammelt hat. Trotz der Allgegenwart unentgeltlicher Güter und trotz ihrer überragenden praktischen Bedeutung haben Ökonomen es versäumt, sie systematisch zu untersuchen. Großzügigkeit, Geschenke und unbezahlter Überfluß sind keine Gegenstände der Nationalökonomie. Das vorliegende Buch soll sie einbeziehen - und dazu die verschiedenen Wege, auf denen Güter innerhalb und außerhalb der Märkte unentgeltlich bereitgestellt und erhalten werden. Unentgeltliche Güter und Märkte ergänzen sich nicht nur, wie Hülsmann aufzeigt, sondern stehen in einer symbiotischen Beziehung zueinander. Es gibt ein angemessenes Gleichgewicht zwischen unentgeltlichen Gütern und anderen Gütern, die bezahlt werden müssen. Dieses Gleichgewicht ändert sich im Laufe der Zeit unter dem Einfluß der jeweiligen kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Umstände. Es stellt sich in der Regel ein, wenn Menschen innerhalb der Grenzen ihrer Eigentumsrechte frei handeln können. Wird diese Handlungsfreiheit durch die Gewalt des Staates eingeschränkt, kann kein Gleichgewicht erreicht werden. 

Jörg Guido Hülsmann, geb. 1966, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Université d’Angers (Frankreich), korrespondierendes Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben, Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie Senior Fellow des Ludwig von Mises Institute. Seine Schriften wurden in 20 Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen zuletzt 2007 Die Ethik der Geldproduktion (Manuscriptum) und 2013 Krise der Inflationskultur (FinanzBuch). www.guidohulsmann.com...
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FAZ: »Während es im ersten Teil des Buches um das Wesen des Unentgeltlichen und im zweiten um das Unentgeltliche in freien Gesellschaften geht, geht es im dritten Teil um die Gefahren für die spontane unentgeltliche Bereitstellung von Gütern, die durch den Staat entstehen. Für Hülsmann sind staatliche Interventionen immer auch Verletzungen von privaten Eigentumsrechten, ob durch Abgabenerhebung oder regulierende Gebote oder Verbote. Tendenziell verringern staatliche Eingriffe die spontane Bereitstellung von unentgeltlichen Leistungen durch Private. Das gilt auch für Sozialleistungen. die Rechtfertigung des Staates durch die Bereitstellung öffentlicher Güter überzeugt Hülsmann nicht, weil die meisten vom Staat bereitgestellten Güter gar keine öffentlichen Güter sind – weder Altersrenten noch schulische Ausbildung oder ärztliche Versorgung sind das – und weil viele öffentliche Güter auch schon von privaten Akteuren beschafft worden sind, die die unentgeltliche Mitnutzung durch Trittbrettfahrer hingenommen haben. Von Hülsmanns Staatskritik kann hier nur ein Punkt herausgegriffen werden: der Wohlfahrtsstaat. Der erlaubt den Leistungsbeziehern einen rücksichtslosen Umgang mit denen, die letztlich für die Leistungen zahlen. Der Staat greift auch die Familien an, indem er durch den „Generationenvertrag“ den Nutzen von Kindern sozialisiert, während die Kosten der Kinder größtenteils von den Eltern getragen werden. Von zunehmender Staatstätigkeit erwartet Hülsmann die Perversion von Persönlichkeit und Tugend, das Entstehen einer Geizkultur. Ob das Ganze den Hilfsbedürftigen nutzt, denen jeder Anreiz genommen wird, sich produktiv einzubringen, kann man bezweifeln. Das Buch ist gut lesbar und kontrovers. Es ist allerdings zu befürchten, dass die beiden ersten Teile und der dritte Teil verschiedene Lesertypen ansprechen, die ersten beiden Teile die philosophisch Interessierten, der letzte Teil die wirtschaftspolitisch Interessierten. Die Radikalität von Hülsmanns gut durchdachter Staatskritik wird manche Leser überraschen.« (Die gesamte Rezension von Prof. Erich Weede finden Sie hier.)

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