Paket „Schwilk: Mein abenteuerliches Herz“ Band I & Band II

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Mein abenteuerliches Herz Band I & Band II

Heimo Schwilk dokumentiert in seinen Tagebüchern als bekennender Konservativer die politische und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik seit Mitte der 1980er Jahre. In den frühen Aufzeichnungen dominieren seine Begegnungen mit Ernst Jünger, den Schwilk in seinen letzten fünfzehn Lebensjahren immer wieder begleiten durfte. Während seiner Besuche in der „Oberförsterei“ durfte er auch Briefe und Dokumente einsehen - Ausdruck eines freundschaftlichen Vertrauens, das auf diese Weise seinen maßgeblichen biographischen Publikationen zu Ernst Jünger zugute kam.

Die Wiedervereinigung begleitete Schwilk als Chronist, aber auch als Akteur. Wider die verbreitete antinationale Stimmung riefen Ulrich Schacht und er mit dem vieldiskutierten Sammelband „Die selbstbewußte Nation“ zur konservativen Wende auf. Anlässe und Themen wie den Euro oder die Migrationspolitik, denen sich Schwilk in Vorträgen und Aktionen widmete, gab es schon in der Ära Kohl genug. Die Veränderung der politischen Landschaft wie etwa den Niedergang der CDU hat Schwilk früh erkannt und kritisch kommentiert; den politischen Betrieb betrachtet er mit zunehmender Skepsis. Seine Zuflucht sind die biographischen Arbeiten über Luther, Rilke und Hesse.

Auch als Journalist im Hause Springer steht er für seine streitbaren Standpunkte ein - oft zum Ärgernis seiner Vorgesetzen, die ihn freilich als konservatives Feigenblatt dulden. Seine Arbeit als leitender Redakteur verschafft ihm Begegnungen mit Günther de Bruyn, Erich Loest, Walter Kempowski, Martin Walser, Hans-Georg Gadamer, Klaus Maria Brandauer oder Philip Johnson. Der Leser erhält Einblick in die Redaktionsstuben großer Blätter, als sie noch mit Millionenauflagen das Meinungsbild prägten, aber auch in deren Bedeutungsverlust im neuen Jahrtausend. Im Golfkrieg begibt sich Schwilk hinter die Frontlinien, nach dem Ende der Sowjetunion bereist er Forschungsstationen in der Arktis. Auch sonst schildert er die Begegnungen mit den Kulturen etwa in Usbekistan, Simbabwe oder der Karibik. Schonungslos und offen schreibt er über familiäre Krisen und Konflikte.

Schwilk bleibt sich Zeit seines Lebens treu: Anbiederung und Opportunismus sind keine Option. Sein Bekenntnis gilt der Freiheit des Einzelnen, mit allen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben.  

Heimo Schwilk (*1952) ist bekannt geworden als Biograph von Ernst Jünger, mit dem ihn eine freundschaftliche Beziehung verband. Seine bei Klett-Cotta erschienene Bildbiographie gilt bis heute als der beste Einstieg in Leben und Werk Jüngers. Mit der 2007 zuerst im Piper Verlag (Neuedition Klett-Cotta, 2014) publizierten Biographie "Ernst Jünger. Ein Jahrhundertleben" setzte er Maßstäbe für alle künftigen Biografen. Die italienische Übersetzung wurde 2014 als "beste Biographie" mit dem Literaturpreis Premio Giovanni Comisso ausgezeichnet. Auch seine...
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