Werkzeugladen für Kopfarbeiter




Das Lesen und das Schreiben bilden gemeinsam die grundlegende Kulturtechnik und treffen in der Lesepraxis spätestens beim Annotieren und Exzerpieren wieder aufeinander. Der für Schreibwerkzeuge eigentlich zuständige »Schreibwarenhandel« versieht sein Amt in schläfriger Routine. Darum kommen wir – als Verlag ja eigentlich nur für den Lesestoff zuständig – von der Seite und beleben die Szene mit Eigenproduktionen und einem engagiert gebildeten Sortiment. In unserem Werkzeugladen für Kopfarbeiter hier also das Fach für Schreibwerkzeuge. Weitere Fächer werden demnächst gefüllt: Auch solche für analoge und digitale Informationserschließung und -speicherung.

Erfahren Sie hier mehr über die Produkte.


Bauen Sie Ihren Kugelschreiber von innen. Erst die Mine...

Mit einem Kugelschreiber kauft man regelmäßig die Katze im Sack: Welche Mine steckt in dem mehr oder minder schönen Gehäuse, wie üppig oder sparsam ist der Tintenfluß, welches Schriftbild tritt zu Tage –, woran neben der Güte der Kugelmechanik, der Viskosität der Tinte auch externe Faktoren wie Saugfähigkeit des Papiers, die Stärke des Schreibdrucks und die Elastizität der Unterlage natürlich ihren Anteil haben. Wir unterscheiden die Minen nach der Ähnlichkeit von Schreibverhalten und Schriftbild mit Bleistift und Füllfederhalter. Unsere Auswahl trifft sicherlich die besten Minen der Welt. Nur einige Japaner reichen noch heran.
Alle im folgenden angebotenen Minen passen in alle unten angebotenen Kugelschreibergehäuse.



...dann die Hülle: Kugelschreiber Made in Germany

Aus der Oberpfalz: Stahl und feine Hölzer.

Die folgenden beiden Stifte stammen aus einer Drechslerei in der Oberpfalz, seit jeher Standort vieler Zulieferbetriebe für die Bleistift- und Schreibwarenproduktion in und um Nürnberg. Die Hölzer sind aus Bayern und diejenigen Metallteile, die der Holzbetrieb nicht ohnehin selber macht, kommen aus dem fränkischen Metallbau-Netzwerk.



Metalle und Edelmetalle: Spezialisten im Kraichgau.

Zwischen Pforzheim und Karlsruhe wirken und werken noch einige Spezialisten der Feinmetallbearbeitung, die sich als Zuträger zu der ehemals bedeutenden, ab den 1980ern aber niedergehenden Schmuck- und Uhrenmetropole Pforzheim dort niedergelassen hatten. Dazu zählt auch unser Hersteller in Königbach-Stein, dessen Spezialität das sogenannte Rundkneten (oder Rundhämmern) ist, durch das Werkstücke ohne jeden Materialverlust durch spanabhebende Verfahren in eine runde Endkontur geformt werden. Außerdem beherrscht er alle Techniken der Oberflächenveredelung, auch das sogenannte Guillochieren, das kürzlich als eine Technik der ornamentalen Musterbildung in Metallen (durch die gleichzeitige Bewegung von Werkstück und Gravierstift gegeneinander) von der Unesco ins immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Das können nur noch wenige.



Der KUM-Masterpiece

Dieser seit 100 Jahren in Erlangen gefertigte Bleistiftspitzer wird als KUM-Meisterstück von Grafikern, Zeichnern und Schreibern in aller Welt hochgepriesen, während er hierzulande fast unbekannt und schwer zu kriegen ist. Der Grund für den (auf YouTube einsehbaren) Kult: Das feinwerktechnische Meisterwerk spitzt den Bleistift in zwei Stufen. Das erste Messer legt die Graphitmine unter dem Holz frei, das zweite widmet sich dann der Mine und spitzt sie je nach Ansatzwinkel in die für Schreib- oder Schraffurzwecke optimale Form. Faszinierend, allein den auf 64 HRC gehärteten Messern aus Kohlenstoffstahl bei ihrer Feinarbeit an Holz und Graphit zuzusehen.


Spitz denken. Spitz rechnen. Spitz schreiben.
Das KUM-Meisterstück verlangt allerdings nach würdigen Objekten für sein Wirken. Billigbleistifte krümeln oder splittern hoffnungslos unter dem Zugriff seiner Messer. Hier kommt einer der besten Bleistifte überhaupt: Der japanische Tombow 100. Er ist, wie sich’s gehört, aus Zedernholz, das sich hauchfein schälen läßt. Die Minen japanischer Bleistifte laufen in jedem Härtegrad etwas weicher als die deutschen, so daß hier der Härtegrad HB für Schreibzwecke immer stimmt.



Echter Lederfaserstoff von Salamander in Türkheim. Lederreste und Naturlatex.

Lefa ist ein haptisch angenehmes Material aus Lederresten und Naturlatex als Bindemittel. Als Laufstall für die Computermaus, aber auch gerade als Schreibunterlage ist es das schlechthin ideale Material: Nicht ganz so hart und glatt wie Leder, nicht so fusselig und nachgiebig wie die meisten Kunststoffe.
Als Lederfaserstoff, Bonded Leather oder Recycled Leather ist sehr viel zweifelhaftes Zeug im Umlauf. Unser Rohmaterial kommt von Salamander aus Türkheim im Unterallgäu. Aus dem mit 3,5 mm Stärke sehr üppigem Material lassen wir folgende Unterlagen in Tübingen zuschneiden:



Eiche und Stahl. Der Dauerwald-Schreibtisch.

Die 40 mm starke Platte wird aus Eiche aus unseren Wäldern im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet mit besäumter Waldkante geschnitten. Die rohen Stahlprofile kommen aus Waltrop im Ruhrgebiet. Die Schreibtische haben wir für unsere eigenen Büros entworfen und anfertigen lassen. Für die Montage ist lediglich ein 17er Schraubenschlüssel notwendig. In den unteren Holmen des Stahlrahmens sind zum Schutz des Fußbodens Eichenholzleisten montiert. Die auf der Seite liegenden U-Ständer sind sehr belastbar und lassen den Tisch trotzdem leicht federn.



Shannon Büchermöbel.

Das ganze wandhoch und zimmerweit sowie in vielerlei Varianten auszubauende Regalsystem können Sie auf der Webseite unserer Produktgesellschaft ansehen und konfigurieren: www.thpg.de. Hier nur zwei bibliotheksgerechte Einzelmöbel:



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