E.M. Foster

Die Maschine steht still

Der englische Schriftsteller Edward Morgan Forster (1879–1970) ist vor allem für seine Gesellschaftsromane wie Wiedersehen in Howards End, Zimmer mit Aussicht und Auf der Suche nach Indien bekannt. Kaum einer weiß, das Forster höchst konkret und weitsichtig den Realitätsverlust und -verzicht im Zeitalter der Digitalisierung prognostiziert hat, zusammen mit der seit Corona massiv zunehmenden individuellen Isolierung. In seiner 1909 geschriebenen, aber erst 2016 auf Deutsch erschienenen Dystopie Die Maschine steht still leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der "Maschine" perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die alles überwacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von einer Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen bis hin zum Systemkollaps ... Deshalb stellt sich damals wie heute die Frage: Gibt es ein Leben nach oder jenseits der Maschine?
Verlag: Hoffmann und Campe
80 Seiten

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ISBN: 978-3-455-40571-2
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