Filme


Manuscriptum Augenweiden

Wir präsentieren eine Auswahl filmischer Großwerke aus 100 Jahren. Der Akzent liegt dabei auf einem ebenso präzisen wie generösen Blick auf Land und Leute sowie dem Umstand, daß die Filme sich diesen mit affirmativer Würde, also nicht verunglimpfend oder zersetzend nähern. In jedem Werk gibt es einen starken, geradezu haptischen Ortsbezug: Dörfer, Städte, Regionen sind stets mehr als bloße Handlungskulissen, sondern ein physiognomisches Milieu, das gleichermaßen Psyche und Wesen der Protagonisten prägt wie die ästhetische Materie der Filme selbst bildet. Die Auswahl lädt zu einer erbaulichen Wahrnehmung unserer Lebenswelt ein und will ein Heilmittel gegen ihre Verhäßlichung und Entzauberung darstellen. Wir präsentieren jeden Film als Bluray oder DVD in der bestmöglichen Ausstattung. Weitere Titel folgen.

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  • Oliver Hirschbiegel

    Der Untergang

    Ein Unikum der dt. filmischen Geschichtspolitik und legitimer Nachfahre von Langs Nibelungen. Erzählt werden die letzten Tage im Führerbunker, mit viel Grauen und manischem Verranntsein, jedoch so, daß von den Nazi-Führern menschlich noch etwas übrig bleibt. Dem bis dahin drittteuersten dt. Film gelingt es – heute undenkbar –, seine Figuren nicht vorzuverurteilen, sondern ihr Handeln ebenso teilnahmsvoll wie unbestechlich hart zu verfolgen. Die Teilnahme geht über auf den Zuschauer dieses bebenden Requiems: er kann spüren, schmerzhaft, daß und wie sehr er Anteil hat auch an diesem dunkelsten Teil unserer Geschichte. Die Erfahrung ist instruktiv. Mehr erfahren
    10,00 €
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  • Billy Wilder, Robert Siodmak, Edgar Ulmer

    Menschen am Sonntag

    Halbdokumentarischer, komödiantischer Spielfilm, der das sommerliche Treiben von Berlinern am Wannsee 1929 einfängt. Ein kostbares Sittenbild ganz normaler Deutscher in der späten Weimarer Republik, leicht, luftig, gezeichnet wie von Zille. War der Startschuß für die Karrieren aller vier, später weltberühmten Regisseure. Mehr erfahren
    24,00 €
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  • Helmut Käutner

    Unter den Brücken

    Seltenes Beispiel für einen deutschen Pleinair-Film. Zwei Binnenschiffer, Gustav Knuth und Carl Raddatz, die sich einen Kahn teilen, vergucken sich in die gleiche Frau, Hannelore Schroth. Sommerlicher Unterwegs-Film, fast nur auf den Gewässern des Havellands gedreht, ebenso ernst wie heiter. Man lernt beim Sehen das Land (Werder, Hafelsberg, Rathenow, aber auch Berlin) vom Wasser aus zu sehen. Ein impressionistisches Gegenstück zu Opfergang, noch 1944 entstanden, erst 46 uraufgeführt. Mehr erfahren
    18,00 €
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  • Wim Wenders

    Im Lauf der Zeit

    Road-Movie und Bildungsroman, erzählt entlang der Zonengrenze zwischen Lüneburg und Hof. Zwei Männer, ein Reparateur von Kinoprojektoren, der von Dorf zu Dorf reist, und ein verkrachter Kinderarzt werden vom Zufall zusammengeführt und fahren einige Tage über Land. Ihr Weg ist eine Reise in die eigene wie die kollektive Vergangenheit, derweil sich am Wegesrand die deutsche Provinz entfaltet – selten hat ein Film sie mit solcher Bedächtigkeit und Anmut festgehalten. Der Wilhelm Meister des deutschen Nachkriegskinos. Mehr erfahren
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  • Fritz Lang

    Die Nibelungen

    Da stammen wir kollektiv seelisch her. Sagt das mittelalterliche Heldenepos. Aus den mythischen Untiefen des Beziehungsgeflechts um Siegfried, Kriemhild, Brunhild, Hagen und König Gunther. Fritz Lang, unnachgiebiger Architekt filmischer Großräume, inszenierte die Sage als barocken und hochgradig stilisierten Zweiteiler. Sieht man ihn heute, bildet seine Stummfilm-Archaik im Handumdrehen den glaubhaften Hintergrund für eine Sagenwelt, die man nicht an ihren Bildern, sondern an psychischen Belastungszuständen wiedererkennt. Im stählern-schönen Blick von Kriemhild/Margarete Schön steckt ebenso viel Wille und Kraft wie Starrheit und Unflexibilität. Das Verhängnis, in das sie wie unsere anderen sagenhaften Vorväter und -mütter gelaufen sind, wie können wir es im Heute verhindern – können wir es? Mehr erfahren
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  • Jean-Marie Straub, Daniéle Huillet

    Chronik der Anna Magdalena Bach

    Kein „Biopic“ über das Leben Bachs, sondern eine meditative Vergegenwärtigung seiner Kunst. Der Film machte 1968 Skandal, weil er Bachs Musik als ästhetische Materie urbar macht und den Zuschauer ohne „politischen Leitfaden“ damit allein läßt. Wie der Film das tut, und wie er über die genau betrachtete Aufführung der Bachschen Musik kollektive Arbeit sichtbar macht, ist unvergleichlich. Wer sich hier berühren läßt, erweitert sein sinnliches Gemüt. Orte: Eutin, Hamburg, Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Nürnberg, Stade. Mehr erfahren
    22,00 €
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  • Veit Harlan

    Opfergang

    Wuchtiges Melodram nach Rudolf Binding, in dem die spezifische, gedeckt-bonbonhafte Farbigkeit der Agfa-Color-Bilder eine ständigeleise Todesahnung mitzuführen scheint. Wagner-Stimmung. Es geht um vergebliche Liebe in einem Dreiecksverhältnis und die Frage, wer zurückzustecken, ein Opfer zu bringen in der Lage ist. Stolz und hoch der Erzählton des Ganzen, intensiv die Verortung im sommerlichen Hamburg + Umgebung. Durfte vor Kriegsende nicht in die Kinos kommen. Mehr erfahren
    15,00 €
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  • Frank Vogel

    …und deine Liebe auch & Sonntagsfahrer

    Zwei DEFA-Filme, eine Bruderzwist- Geschichte und eine Satire, über das ostdeutsche Leben direkt nach dem Mauerbau. Was sie proklamieren: das aufgesetzte Ja zum Sozialismus, entspricht nicht dem, was sie zeigen: präzise eingefangene Augenblickswahrheiten in den Straßen Berlins und Leipzigs. Was an Aufruhr in den Menschen steckte zur Zeit der Landeszertrennung, was sie resignieren oder aufbegehren werden ließ, zeigen die Filme mit Gewissenhaftigkeit und Klarheit. Beeindruckend in dem ersten: der noch junge Müller-Stahl. Noch auf der DVD: Agitatorische Pro-Mauerbau-Dokumentationen aus jener Zeit. Mehr erfahren
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  • Tizza Covi, Rainer Frimmel

    Der Glanz des Tages

    Ein erfolgreicher Schauspieler, ein moderner „Anywhere“, erhält unerwartet Besuch von seinem Onkel, einem alten ehemaligen Zirkus-Dompteur. Über Wochen, die sie zusammen in einem verschneiten Hamburg verbringen, kämpft die krasse Fremdheit, die sie dem je anderen gegenüber empfinden, gegen ihre familiäre Wesens-Affinität an. Ein Zeugnis der Annäherung zweier Lebenswelten, innig gespielt von Philipp Hochmair und Werner Sabel. Mehr erfahren
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  • Max Ophüls

    Liebelei & Lola Montez

    Nach Arthur Schnitzler. Ein Wien-im-Winter-Melodram, spielend zur K&K-Zeit, und eine Krone deutscher Filmkunst. Kleinbürgerin (Magda Schneider, die Mutter von Romy) verliebt sich in Leutnant (Wolfgang Liebeneiner), der schon unerlaubt mit einer Baronin liiert ist – deren Gatte (Gustav Gründgens) bekommt es spitz. Was zwischen den Figuren geschieht, ist von großer Glut wie von einem heute undenkbaren Anstand und Ethos, wobei über allem das Flair (und der Argot) von Wien liegt. Filme von Ophüls zu sehen, ist, wie in einen literarischen Kosmos à la Tolstoi einzusteigen – tausend Details treten hervor, kriegen ein Gesicht und ordnen sich doch dem großen, schicksalshaften Ganzen unter. Noch auf der DVD: Lola Montez (55), das letzte Werk Ophüls‘, sein umgekehrter Citizen Kane. Mehr erfahren
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