"Tabu" - Frank Sämmer

Original: 1994, Öl auf Leinwand, 75 x 75 cm

Druck: High End Museumscan vom Original, Farbanpassung an Original, Digital Fine Art-Inkjetdruck auf Hahnemühle matt Photo Rag® Ultrasmooth (305g/m²), Blattgröße 95 x 95 cm.


Erhältlich als:
Druck ohne Rahmen: Sorgfältig verpackt und geschützt. Lieferung als Rollenversand in ca. 3 Werktagen. Versandkosten 12 Euro.

Druck mit Rahmen: von HALBE®: Aluminium Rahmen, weiß matt, Mirogard-Glas entspiegelt. Lieferung per Spedition in ca. 10 Werktagen.
Versandkosten 35 Euro.


Weitere Rahmen- und Glasvarianten können Sie gerne bei uns anfragen unter der Rufnummer: (02591) 2590 240 oder unter der E-Mail-Adresse: info@manuscriptum.de.



Hier erfahren Sie mehr zu unserem neuen Projekt: Manuscriptum-Galerie.


ISBN: p707102

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Beschreibung

Details

Bei FRANK SÄMMERS Gemälde TABU handelt es sich um die Allegorie eines malerischen Verbots. Die Malerei soll nach den Begriffen der westdeutschen Staatskunst und ihrer aus allen tradierten Wertmaßstäben abgelösten Nullkunst weder Inhalte gegenständlich darstellen, noch sie gestalten. Hinweise auf eine gegenständliche Kultur identifikatorischer, transzendentaler Begründung gelten als unmodern und mit der ästhetischen Repräsentanz einer profanisierten, internationalen Weltkultur unvereinbar.

Das Bild ist eine Mahnung an den Betrachter, den Engel als Botschafter ursprünglicher Begründung der Existenz von Natur und Mensch, schon im Verbiet moderner Aufklärung wahrzunehmen und darum nicht noch weiter zu bedrängen. Als kristallisierte Modifikation gestaltender Darstellung ikonischen Malens werden die Engel immer wieder im Euklidischen Raum unserer anschaulichen Wahrnehmung als unerklärliche, lichte Wunderwerke aus Form und Farbe unter den Oberflächen des vernutzten Lebens hervorscheinen.

Das Bild TABU ist Teil der versuchten künstlerisch konzeptionellen Wiedergewinnung tradierter Topoi und klassischen Bildpersonals für eine gegenständliche Malerei im Licht der heutigen Zeitfenster.

Der Künstler

Der Künstler

FRANK SÄMMER ist ein gegenständlich figurativer Maler am Ende der Moderne. Er ist kein Nullkünstler formalisierter Leere und setzt die Fragen von Darstellung und Gestaltung, von Inhalt und Form wieder in ihr altes Recht. Besonderes Augenmerk gilt ihm dabei die Rekultivierung der Bedeutungsform. Er ist kein klassischer Historienmaler des Naturalismus. Bei ihm wird eher die Substanz des Historischen im Reflex einer abstrahierenden, rationalisierten Anschauung mit der Figuration der traditionellen Malerei und Geschichte konfrontiert. Sämmer versucht schrittweise die Malerei wieder zu ihrer ursprünglichen Kunde zeitloser Transzendenz zurückführen.

Sämmer ist Kulturpessimist. Die Moderne hat die Begründung gesellschaftlicher Kollektive aus der traditionellen Ästhetik gekündigt. Ob es aber noch einmal gelingt, gesellschaftlich prägende Werte und Maßstäbe in die Malerei zurückzuführen muß bei der totalen Herrschaft von Relativismus und Nihilismus bezweifelt werden. Der Versuch von Reformationen könnte auch deshalb ins Leere laufen, weil wir keine Krise europäischer oder deutscher Kultur erleben, sondern längst in ein neues Zeitalter abgeführt werden, in dem nichts mehr von dem gilt und verstanden wird, was unser aller christlich abendländische Prägung einmal ausmachte. Trotzdem malt Sämmer unverdrossen weiter und funkt aus seinem Rückzugsraum das kalte Feuer seiner klaren Bilder in die Welt.

Die Kunst der BRD: Ornament der Obrigkeit. Betrachtungen eines gegenständlichen Malers. Vortrag von Frank Sämmer.

Druck und Rahmen

Druck und Rahmen

Sie erhalten diesen Druck in einer limitierten Auflage von 50 exklusiv in der Manuscriptum-Galerie. Jedes Exemplar wurde vom Künstler Frank Sämmer handsigniert und nummeriert.

Der Druck erfolgte nach höchsten Maßstäben bei der LUP AG in Köln. Bei der Reproduktion von Kunstwerken und der Bestandsdigitalisierung für Museen und Archive hat sich die LUP AG eine hohe Kompetenz erworben. Auf dem Gebiet der High-End-Digitalisierung von Originalvorlagen gehört sie zu den führenden Unternehmen Deutschlands. Aufeinander abgestimmte Technologien und Arbeitsprozesse, der sensible Umgang mit Kunstwerken durch geschultes Personal sowie optimale Produktionsbedingungen sind die Eckpfeiler für werkgetreue Abbildungen und Digitalisierungen auf höchstem Niveau.

Sie erhalten den Druck auf Wunsch auch mit einem hochwertigen Aluminium-Rahmen der Firma HALBE®. Das einzigartige Magnetrahmenprinzip wurde von HALBE® erfunden und ermöglicht eine unkomplizierte und werkzeugfreie Rahmung des Bildes. Jeder HALBE Rahmen besteht aus drei Hauptelementen: Grundelement, Glas und Profil. Das Grundelement ist eine Kombination aus einer formstabilen Hartschaumplatte und einem Stahlblech-Winkelrahmen. Überstehende Kanten ermöglichen ein schnelles Einlegen sowie Fixieren von Bild, Passepartout und Glasscheibe. Rahmen-Maße: die Leiste ist 41,5 mm tief und gibt dem Rahmen bzw. dem Bild eine außerordentliche dreidimensionale Wirkung an der Wand. Die Rahmenbreite beträgt 21 mm.

Wenn Sie den Druck selber rahmen möchten, liefern wir Ihnen den Druck einer Rollenverpackung. Sorgfältig verpackt und mit Seidenpapier geschützt, per Paketversand.
Die Versandkosten betragen in diesem Fall 12 Euro.

Wenn Sie den Druck gerahmt erhalten möchten, wird der Druck professionell bei der Firma HALBE® gerahmt und von dort in einer speziellen Transportverpackung per Paketdienst bei Ihnen angeliefert. Die Versandkosten betragen in diesem Fall 35 Euro.

Die Manuscriptum-Galerie

Die Manuscriptum-Galerie

Der modernen und damit abstrakten Malerei sind seit einhundert Jahren klugkritische Gedankengewidmet worden: Ihre Techniken sind verfallen, und Ihre Sujets sind notorisch die »Abgründe des Menschen und der Welt«, vor denen die Künstler des 20. Jahrhunderts allerdings nicht mehr – wie ihre Renaissance Kollegen – mit Schaudern stehen, sondern mit der Begierde, sich »wollüstig, morbide und geschäftstüchtig einfach hineinzustürzen« (Konrad Paul Liessmann). Es gibt in der bildenden Kunst des Westens seit 120 Jahren, um mit Sedlmayr den Klassiker der Kritik zu zitieren, »das zynische Spiel, den bewußten Bluff, den gewinnsüchtigen Schwindel, den Betrug der Selbstbetrogenen, die schamlose Selbstdarstellung des Gemeinen.«. Mittlerweile fragt sich, ob es in der Malerei überhaupt noch etwas anderes gibt.

In Deutschland stellt sich die Lage in einer besonderen Zuspitzung dar, denn die Malerei in der DDR war als »Staatskunst« nicht nur eine »geleitete«, sondern genoß als solche auch einen Schonraum vor den im Westen wirksamen Tendenzen zur Selbstauflösung und Abschaffung. Die DDR Malerei konnte Kontakt zu Traditionen halten, während im Westen Traditionsbruch und Trendfolgsamkeit zur eisernen Pflicht wurden. Als sich dies nach der Wende in der Existenz einer Leipziger und Dresdener Malerschule zeigte, deren zeitgenössische Vertreter mit ihren Arbeiten weltweit ein frappiert beglücktes Staunen weckten, war das ein Eklat für die westdeutsche Kunstszene. Sie übt immer noch Rache zum Beispiel dadurch, daß westdeutsche Modernitätseuphoriker als Museumsleiter im vergangenen Jahr in Dresdens Staatlichen Kunstsammlungen und im Albertinum die DDR Malerei vollständig ins Depot entsorgten.

Wir halten dagegen und bauen mit unserer Galerie der gegenständlichen Malerei eine Dokumentation des Widerstands gegen den »bewußten Bluff und den gewinnsüchtigen Schwindel« auf und stellen in gutgelauntem Banausentum fest: Die Moderne Malerei wird im Rückblick erscheinen als ein früher Versuch der Inklusion der völlig Talentfreien in die kleine Schar der Talentierten. Letzteren gilt unsere Sorge und Aufmerksamkeit.