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Perlen des Feuilletons I

Perlen des Feuilletons I
Von Manu Scriptum vom 21. Oktober 2016 ...

Heute: Nils Minkmar und das Dunkel Deutscher Geschichte

Es ist Herbst, Blätter fallen, die Tage werden kürzer und kühl. Da greifen wieder mehr Leute zu Zeitungen, denn womit ließe sich im Kamin besser ein Feuer entfachen. Kammergetrocknetes Holz, Fidibusse, obendrauf das Feuilleton, Streichhölzer, schon entkommt man der Kälte des Tages. Mit welchem Gedankenruß man damit das Klima versaut, ist einem allerdings nicht bewußt, schließlich verfeuert der kluge Bürger die Zeitung von heute ungelesen, der Seelenhygiene wegen.

Man könnte nämlich, wenn man unvernünftig genug wäre, doch einen Blick in ein Presseerzeugnis zu werfen, auf gravierende Schadstoffe stoßen, wie wir sie hier beispielhaft zeigen (das folgende Symbolbild stammt ausnahmsweise aus der digitalen Welt, wir bitten dies zu entschuldigen):

Dies schreibt der bekennende Saarländer und Feuilletonist Nils Minkmar, ein ausgewiesener Kenner der Deutschen Geschichte. Der Name Minkmar übrigens, die Onomastiker unter den Lesern werden es wissen, bedeutet im Alt-Lothringischen, das zwischen Lebach und Schmelz immer noch fleißig gesprochen wird, »Maulwurf«. Mit Dunkelheit also kennt der Mann sich aus. So verbannt er nonchalant in einer Mischung aus Siegermoral und Gnade der späten Geburt nicht nur das Saeculum obscurum in das Reich der Finsternis, sondern gleich die ganze Deutsche Geschichte.

So kalt ist Dünkel-Deutschland, aber vielleicht geht Ihnen ja ein Licht auf: