Hauspost Nr. 1

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Situation spitzt sich zu. Diejenigen, die seit Jahrzehnten unablässig bekunden, den „Anfängen wehren“ zu wollen, beklatschen nun besinnungslos das sich anbahnende Ende – das Ende eines Rechtsstaates, in dem die drei Gewalten sich gegenseitig begrenzten und in Balance hielten. Exekutive, Legislative und Judikative sind aus ihrem Kräftegleichgewicht gekippt und dabei, sich in ein »Regime« umzuformen. Und die „Vierte Gewalt“, die Presse, stöbert und wittert auf den für sie gelegten Spuren mit so entfesselter Begierde nach »Leugnern« und »Skeptikern« wie die Meute nach dem Fuchs.

Kein Wunder, daß viele Zeitgenossen sich auf ein „Inneres Exil“ einstellen. Das ist die Voraussetzung für den Erhalt geistiger Unabhängigkeit. Dazu wird unser Verlag weiterhin einen Beitrag leisten. In dieser oder jener Form tut das jeder der Ihnen im Folgenden vorgestellten Titel.

Das innere Exil ist freilich nicht nur auf den Nachschub für den Bücherschrank angewiesen. Manuscriptum hatte mit seinen landwirtschaftlichen Titeln immer auch die Formen der leiblich-materiellen Daseinsvorsorge im Auge. Auch davon wird im folgenden die Rede sein, denn mit anderen Unternehmen meiner Unternehmensgruppe wenden wir uns auch ganz praktisch einer Urproduktion zu, die in „Essbaren Landschaften“ unabhängig bleibt und Lücken findet in der von von »BigGlobalAgro« beherrschten Bioindustrie. Abkopplung ist das Gebot der Stunde. Ganz am Ende dieser Hauspost lesen Sie mehr darüber.

Einstweilen: alles Gute. Und falls Sie uns Fragen, Einwände, Lob und Tadel übermitteln wollen, tun Sie das elektronisch in unser Postfach info@manuscriptum.de. Wir lesen’s mit Interesse.

Herzliche Grüße

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Thomas Hoof

Erste Neuerscheinung von Gewicht: Heimo Schwilk mit dem ersten Band seiner Erinnerungen.


Heimo Schwilk – Jahrgang 1952, Fallschirmjägeroffizier der Bundeswehr, einflußreicher Journalist in Diensten fast aller (damals tatsächlich den politischen Diskurs „leitenden“) Hauptmedien, langjähriger und enger Freund Ernst Jüngers – legt bei uns den ersten Band seiner Lebenserinnerungen unter dem Titel Mein abenteuerliches Herz (1) vor. Heimo Schwilk ist aufgrund seiner Lebensspanne, seiner beruflich gestifteten Bekanntschaft mit allen wesentlichen Politiker der alten Bundesrepublik und seiner von Ernst Jünger übernommenen Distanz zum Geschehen einer der wenigen großen Zeitzeugen der deutschen Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist darüber hinaus Zeuge jener zwei deutschen Wenden, deren erste 1989 in die staatliche Einheit, deren zweite ab Mitte der 90er in die kulturelle Spaltung Deutschlands führten, wobei die erste Fraktion sich einem Rausch der Selbstauflösung hingab und die zweite der zumindest punktuellen Bewahrung deutscher Eigenheiten und Stärken.

Zweite Neuerscheinung von Gewicht: Thomas Fasbender mit einer großen Putin-Biographie.


Thomas Fasbender, der von 1992 bis 2015 in Rußland lebte und arbeitete, erwies sich schon mit seinem ersten bei uns erschienenen Bestseller Freiheit statt Demokratie als ein intimer Kenner der russischen Institutionen, des russischen Alltags und dessen, was man mit angebrachter Unbestimmtheit als die russische Seele bezeichnet. Auch in seiner Biografie des Präsidenten der Russischen Föderation zeigt er sich als ein begabter Erzähler, in dessen Stil Anschaulichkeit, Humor und Präzision sich glücklich mischen. Seine "politische Biographie" zeichnet Wladimir Putins Aufstieg vom KGB-Sekretär zu einem tatsächlich weltbewegenden Staatsführer nach. Auf die vielen ins Private zielenden Gerüchte über die leibliche Mutter, sein Wirken in Dresden, seinen „phänomenalen Reichtum“ usw. kommt der Autor ebenfalls zu sprechen. Mit Klar- und Vorsicht führt er durch den von Geheimdiensten beider Seiten fleißig bewirtschafteten Legendendschungel.

Waldai-Klub 2021: Wladimir Putins Rede mit dem Titel:
"Globaler Umbruch im 21. Jahrhundert: Das Individuum, Werte und der Staat".

Einmal im Jahr hält der russische Präsident Wladimir Putin auf der internationalen Konferenz Waldai-Klub eine Rede. In diesem Jahr sprach er erstmals offen die Anzeichen für einen kulturellen Verfall des Westens an:

Den Code knacken: "Sprachregime" von Michael Esders.


Michael Esders dechiffriert die „Wahrheitssysteme“ der deutschen Politik, die sich über alle diskursiven Gepflogenheiten hinwegsetzen und die Evidenz des Augenscheinlichen dauerhaft außer Kraft setzen. Im Stil eines Victor Klemperer entziffert er die Narrative der Willkommenskultur, des menschengemachten Klimawandels und der Identitätspolitik, in denen Haltungen über den gesunden Menschenverstand triumphieren. Nur wer das semantische Betriebssystem des Sprachregimes entschlüsselt, kann seine Macht brechen. Unser Erfolgstitel des Jahres 2020 erreichte bereits vier Auflagen und hat sich zu einem Standardwerk entwickelt.

Vom inneren Saboteur: "Die Säumigen. Prosa" von Frank Böckelmann.


Man hat Wichtiges vor, Termine einzuhalten, Chancen zu ergreifen, Versprechen zu erfüllen, doch was geschieht? Man trödelt herum, und zwar so lange, bis der Zug ohne einen losfährt. Was geschieht da in dem modernen Menschen, wenn er sich, meist unbewußt, als Saboteur seiner selbst erweist? Welchen passiven Widerstand leistet er gegen die ihm auferlegte Zeitökonomie? Frank Böckelmann beschreibt in seiner ersten, lebensklug beschwingten Prosasammlung diesen heiklen, ansonsten stillgeschwiegenen Typus in diversen Variationen. Es ist eine Lust, sich bei der Lektüre ertappt zu fühlen.

Nur bei uns erhältlich.

Einen Teil unserer Bücher gibt’s zukünftig nur noch bei uns, nicht mehr im Buchhandel. Der Grund: Etwa 55% des Ladenpreises eines Buches sind derzeit für die Margen des Handels reserviert. Wir sind den Rabatthunger der Online-Buchhändler leid und werden einen Teil unserer Bücher gänzlich aus dem Buchhandel nehmen. Sie werden bei allen Titeln, die den Vermerk »Nur bei uns« tragen, einen ungewöhnlich niedrigen Preis bei in der Regel ungewöhnlich guter Ausstattung feststellen.

Ein unerwarteter Bestseller: Bruce Gilley zur Andersartigkeit der deutschen Kolonialpolitik.

Es war nur ein kurzes Zwischenspiel in der Zeit zwischen der Reichsgründung und dem Ende des Ersten Weltkriegs: Deutsche Kolonien in Südwest- und Ostafrika. Diese seit einem anklagenden „Blaubuch“* der Engländer als ein von Völkermord und (Massen-) Totschlag gekennzeichnete Kolonialzeit kontrastiert äußerst merkwürdig mit den Erlebnissen deutscher Namibia-Touristen, die eine geradezu freundliche Erinnerung der heutigen Namibier an die deutsche Kolonialherrschaft zwischen 1884 und 1918 und deren Errungenschaften für das Land erleben. In einer im Jahre 2003 erschienenen Neuauflage des berüchtigten englischen Blaubuchs bestätigen die englischen Herausgeber diesen Befund und kommentieren die absonderliche, einhundertjährige Anhänglichkeit an alles Deutsche mit der bestürzten Feststellung, mehr lesen... 

Zeitgenossenschaft und Raumgenossenschaft.

Von Adam Müller, dem großen deutschen Staatsphilosophen in der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, stammt der Hinweis, daß wir immer und unabweislich außer in eine „Zeitgenossenschaft“ auch in eine „Raumgenossenschaft“ eingebunden seien. Die erste erstrecke sich horizontal über die jeweilige Gegenwart, die zweite reiche vertikal über die unabsehbare Kette von Generationen, die den Raum, in dem wir leben, vor uns besiedelt, bearbeitet und bebaut haben. Es ist (nicht nur, aber besonders) Deutschlands Schicksal zu dieser Raumgenossenschaft nicht mehr fähig zu sein, weil seine Geschichte vor dem zweiten Weltkrieg im Dunkeln verschwunden ist. Die Raumgenossenschaft wird innerlich gestiftet durch Mentalität und Charakter; äußerlich belebt sie sich immer wieder durch ein Empfinden für die gewaltigen kulturstiftenden, baulichen und landschaftsbaulichen Leistungen der versunkenen Generationen. Dafür muss man Sinn und Auge schärfen. Dazu dienen die im folgenden vorgestellten Bücher.

Die Raumgenossenschaft im Film: Menschen – Mentalitäten – Landstriche.

Wir präsentieren eine Auswahl filmischer Großwerke aus 100 Jahren. Der Akzent liegt dabei auf einem ebenso präzisen wie generösen Blick auf Land und Leute sowie dem Umstand, daß die Filme sich diesen mit affirmativer Würde, also nicht verunglimpfend oder zersetzend nähern. In jedem Werk gibt es einen starken, geradezu haptischen Ortsbezug: Dörfer, Städte, Regionen sind stets mehr als bloße Handlungskulissen, sondern ein physiognomisches Milieu, das gleichermaßen Psyche und Wesen der Protagonisten prägt wie die ästhetische Materie der Filme selbst bildet. Die Auswahl lädt zu einer erbaulichen Wahrnehmung unserer Lebenswelt ein und will ein Heilmittel gegen ihre Verhäßlichung und Entzauberung darstellen. Wir präsentieren jeden Film als Bluray oder DVD in der bestmöglichen Ausstattung. Weitere Titel folgen.

4 von 120 als Objekt im Kampf gegen rechts.

Vier von einhundertzwanzig unserer Autoren gehören der AfD an. Das allein reicht um uns als einen rechten Verlag zu markieren, was dann alle halbe Jahre dazu führt, daß sich einige Dutzend Sozialarbeiter, Gesamtschullehrer und anders Öffentlichbedienstete vor unserem Haus zu einer „Mahnwache“ versammeln. Federführend ist dabei immer der DGB, der wie viele andere historisch verdienstvolle Institutionen zu einen obskuren Verein herabsank, als er sich in den letzten zwei Jahrzehnten von dem Interessenvertreter der hiesigen Arbeitnehmer zu einem Anwalt aller nach deutschen Sozialleistungen lechzenden Erdbewohner wandelte. Felix Menzel hat die linksverdrehten Mahnwächter beobachtet und ihr Treiben kommentiert.

Michael Klonovsky gehört zu jenen 4 Autoren, die der AfD zuneigen. Jedenfalls hat er für diese Partei in Chemnitz zum Bundestag kandidiert. Weit wichtiger als dies ist freilich, daß er mit seinen Acta Diurna einen der meistgelesenen, ganz sicher aber den bestgeschriebenen unter den Weblogs in Deutschland betreibt. Seine Sprachkraft, seine Produktivität und sein immer präsenter Humor machen ihn zu einer Ausnahmeerscheinung unter den heutigen Autoren – und zu einem Karl Kraus des 21. Jahrhunderts. Seit 2014 entreißen wir seine Acta Diurna dem Malstrom der Internet-Aktualität und konservieren sie in Büchern. Sie erhalten alle Acta-Bände (nur bei Manuscriptum) auch in einem schönen Schuber als Gesamtausgabe - einige Exemplare der signierten und limitierten Erstausgabe des Schubers sind ebenfalls noch erhältlich.

Kein schöner Buch in diesem Land(t). Das Buch als Ding.

Auf unsere Reihe LANDT soll diesmal ein gesondertes Licht fallen, da ihre Bücher die Königsklasse der bibliophilen Buchgestaltung darstellt, und es unserer Kenntnis nach in Deutschland heute keine schöner gestaltete gibt.

Die neue Normalität heißt Komplexitätskrise.

Das stellt unser Autor Eduard Kaeser (Kopf und Hand) in seinem stets lesenswerten Filosofaxen-Blog fest. In der Tat: Es reißt an den Netzen und vieles wird wacklig. Das erste Corona-Jahr allein hat gezeigt, daß gerade die westlichen Industrieländer, die sich ohne Unterlaß dazu beglückwünschen (oder dafür verdammen) zu den „reichsten der Welt“ zu gehören, ohne chinesische Hilfe, rein gar nichts mehr zustande kriegen: Keine Atemschutzmasken, kein Klopapier, keine Antibiotika. Im Zuge der Globalisierung haben sich die Systeme zur alltäglichen Lebensvorsorge zu einem Komplexitätsungeheuer ausgewachsen, dessen völlig überdehnte, global vernetzte Regelkreise ständig von Störungsquellen und destabilisierenden Kippeffekten bedroht sind. Und so als stünden sie dabei unter einem Bann, reagieren die (internationalen) „Politiken“ und die (nationale) Politik immer nur in eine Richtung, indem sie Komplexitätsrisiken mit noch mehr Komplexität mindern wollen – ein Teufelskreis zum Kollaps. Hier gibt’s unsere Hilfen zum individuellen und lokalen Gegensteuern.

Die dystopischen Grillen der EU oder: Nein, ich esse meine Käfer nicht.

Etwa 50.000 Tonnen Insektizide regnen in der EU-Landwirtschaft jedes Jahr auf die Äcker nieder, auf daß gefräßige Insekten die Nahrungsbasis des Menschen nicht weiter schmälern. Die Vögel beschweren sich zu Recht darüber, ihre eigene Nahrungsbasis als Biomasse geschmälert und als Nekromasse giftbefrachtet vorzufinden. Was auf den Feldern totgespritzt wird, wird nun in Laboren gezüchtet und vermehrt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA, die zu den Gen-, Biotech- und Food-Multis ebenso rege Beziehungen unterhält wie die für Gesundheit zuständige ECDC zur Pharmaindustrie) hat nun mit Mehlwürmern, Heuschrecken, Grillen und Fliegen die Nahrungskonkurrenten als Lebensmittel (teilweise vorläufig) freigegeben. Auf den Märkten geht’s schon los, aber die Multis überlassen die Marktvorbereitung vorerst woken Start-Ups: „Essento zeigte Bio-Falafelbällchen aus Schweizer Mehlwürmern und gewann damit einen Innovation Award.“ Und - man glaubt es kaum - Soylent ist tatsächlich auch dabei („Soylent Products Fit Your Lifestyle“). Wem die Anspielung unverständlich bleibt, der kann sich hier (bei YouTube) kundig machen.

Aus der Verwandtschaft: Essbare Landschaften.

An einem schönen Ort in Holstein (Gut Manhagen im Westenseegebiet, auch ein Urlaubsort übrigens) produzieren wir gemeinsam mit nahen und ferneren Nachbarn Fleisch alter Landrassen in reiner Weidehaltung. Auch Fleisch kann Landschaft sein, dann nämlich, wenn die Tiere auf und aus der Landschaft und ihrem Nahrungsangebot gewachsen sind. Es geht uns also um Lebensmittel aus einer wirklichen Land-Wirtschaft („Zurück in die Fläche“) als eine zukunftsfeste und geschmacksüberlegene Alternative zur energieintensiven Stall- und Hallenwirtschaft, in der Tier und Pflanze als Retorten-Züchtung, mit Importfutter und Kunstdünger und unter künstlicher Ersatzsonne schnellstens zur Ernte- oder Schlachtreife gebracht wurden.

Weil die Ernte gerade läuft…noch einmal Essbare Landschaften: Die Weihnachtsapfelsine aus Sizilien.

Diese Orange ist nach der Slow-Food-Arche-des-Geschmacks „eine äußerst seltene, fast unauffindbare Orangensorte – gerühmt wegen ihrer außerordentlichen Süße, des Fehlens von Kernen und ihre unglaublichen Vanilledufts.“ Wir haben Sie zur Reminiszenz an ihre frühere Funktion als einzelne, weil teure Weihnachtsapfelsine Anfang Dezember angeboten – und in der Folge überraschenderweise die gesamt Dezember-Ernte ausverkauft. Wenn Sie also dieser Rarität hinterherschmecken wollen, können Sie das erst wieder im Januar.

Unser Werkzeugladen für Kopfarbeiter. Erstes Fach: Schreibwerkzeuge.

Das Lesen und das Schreiben bilden gemeinsam die grundlegende Kulturtechnik und treffen in der Lesepraxis spätestens beim Annotieren und Exzerpieren wieder aufeinander. Der für Schreibwerkzeuge eigentlich zuständige »Schreibwarenhandel« versieht sein Amt in schläfriger Routine. Darum kommen wir von der Seite und beleben die Szene mit Eigenproduktionen und einem engagiert gebildeten Sortiment. Neben dem Fach für Schreibwerkzeuge, in dem Sie für die Arbeit am Computer zweifellos beste und legendäre IBM-Tastatur Model M finden, sowie ein Sortiment, in dem Sie sich aus Minen und Gehäusen Ihren eigenen Stift konfigurieren« können, ganz nach Schreib-Präferenz und -Anlass, füllen wir nach und nach weitere Fächer mit Utensilien für die analoge und digitale Informationserschließung, -organisation und -speicherung. Ganz überwiegend Made in Germany oder von Spezialisten in Europa und Japan. Unter der traditionsreichen Marke CONTINENTAL entwickeln wir ausgewählte Produkte selbst. Die ersten finden Sie hier.

Einen Gedanken zu Papier bringen. Vom Wischen zum Tippen.

Ein aufs Papier drängender Gedanke nimmt seinen Weg nicht mehr über eine tintengetränkte Feder oder einen Bleistift. Er hat vielmehr mancherlei Apparatur zu durchlaufen, die seinen Weg vom Eingang (Tastatur: mißlingende Blauverzahnung) bis zum Ausgang (Drucker: Papierstau) nicht selten sehr beschwerlich machen. Beim Eingang intervenieren wir:

IBM Modell M: Es gibt sie wieder. Als Unicomp-Tastatur M2. Mit deutschem Layout und USB-Anschluß.

Unicomp aus Lexington im US-Bundesstaat Kentucky baut IBMs Tastatur-Legende seit einem Jahrzehnt neu, und zwar zum größeren Teil auf den alten, von IBM erworbenen Werkzeugen. Nicht nur die Knickfeder-Technologie ist eine 1:1-Übernahme, sondern beispielsweise auch die Tastaturkappen, die nicht aus lasergraviertem ABS, sondern wie beim Modell M im Farbsublimationsdruck beschriftetem PBT bestehen und endlos lesbar bleiben. Wir schreiben seit 8 Jahren ununterbrochen auf dieser Tastatur und nicht einmal das im Deutschen vielbeanspruchte E zeigt den leisesten Anflug von Verblassen oder Verwischen.

Papierene Intelligenz. Zum Lob der Karteikarte.

Zwei große Werke des 20. Jahrhunderts – das eine literarisch, das andere wissenschaftlich und beide von der stupenden Belesenheit und dem gußeisernen Gedächtnis ihrer Schöpfer (Arno Schmidt und Niklas Luhmann) zeugend – sind aus dem Zettelkasten geboren: Beide Autoren liefen von Temperament und der Gnade zu früher Geburt begünstigt gar nicht erst Gefahr zum Computer verführt zu werden und entgingen so dem informationstechnologischen Anschlag auf ihre Schaffenskraft, der darin liegt, daß das Werkzeug einen erheblichen Teil jener Aufmerksamkeit verschluckt, die eigentlich dem „Werkstück“ zukommen sollte.

Auch ein Werkzeug: Bessere Sprachqualität. Besserer Empfang. Und ohne Googles Schulterblicke.

Nokia 6300. Das schönste „Schokoriegeltelefon“. Und das Nokia 6230i. Aufbereitet.
Wer mit seinem mobilen Telefon nur mobil telefonieren will, aber kein Interesse daran hat, daß es einem den Weg weist, den Puls mißt, den Fingerabdruck nimmt und Widerworte gibt (oder all dies dem mitgeführten Tablet überläßt), für den bieten wir hier einen zweiten Ausweg nach hinten: Zurück um knappe 15 Jahre.

Der THPG-Stromklotz. Eiche und Bakelit.

Ein Eichenklotz aus 200 Jahre alten, rückgebauten Dachstuhlbalken (also völlig trocken), 17 x 17 x 17 cm groß und 2,8 Kilo schwer, ausgestattet mit vier Bakelitsteckdosen und einer schwarzen Zuleitung aus Voka-Textilkabeln mit einem Bakelitstecker. Das schwere Stück richtet sich in jeder denkbaren Wohn- und Büroumgebung ein und bereichert sie mit Stromquellen und seiner Ansehnlichkeit. Auf Wunsch montieren wir auch eine USB-Ladestelle oder einen Tragegriff aus Bakelit, bestellen Sie in diesem Fall einfach die gewünschten Produkte als Zubehör mit.

Brennbare Landschaften: Kienspäne aus der Schwarzföhre.

Kienspäne sind ein Anmachholz, das aus ausgeharzten Stämmen und Ästen der Kiefer gespalten wird. Hier stammen sie aus der Schwarzföhre, der weitaus harzträchtigsten Kiefernart, die in Österreich ihr nördlichstes Vorkommen hat und dort ein ganzes Gewerbe, das der „Pecherei“ begründete. Aufgrund des hohen Anteils an brennbaren Harzen zünden Schwarzkiefernkiene sehr schnell, brennen sehr lange mit rotgelber Farbe und verbreiten zudem einen wohltuenden balsamischen Duft. Kienspäne dienten früher auch zu Beleuchtungszwecken. Bei geschlossenen Fenstern in kleinen Räumen ist diese Nutzung bei langer Dauer aber mit Tränenfluß verbunden.

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