Der Werkzeugladen für Kopfarbeiter. Erstes Fach: Schreibwerkzeuge.

Das Lesen und das Schreiben bilden gemeinsam die grundlegende Kulturtechnik und treffen in der Lesepraxis spätestens beim Annotieren und Exzerpieren wieder aufeinander. Der für Schreibwerkzeuge eigentlich zuständige »Schreibwarenhandel« versieht sein Amt in schläfriger Routine. Darum kommen wir von der Seite und beleben die Szene mit Eigenproduktionen und einem engagiert gebildeten Sortiment. Neben dem Fach für Schreibwerkzeuge, in dem Sie sich aus den besten Minen und schönen Gehäusen Ihren eigenen Stift »konfigurieren« können, füllen wir nach und nach weitere Fächer mit Utensilien für die analoge und digitale Informationserschließung, -organisation und -speicherung. Ganz überwiegend Made in Germany oder von Spezialisten in Europa, Japan und den USA.


Einen Gedanken zu Papier bringen. Vom Wischen zum Tippen.

Ein aufs Papier drängender Gedanke nimmt seinen Weg nicht mehr über eine tintengetränkte Feder oder einen Bleistift. Er hat vielmehr mancherlei Apparatur zu durchqueren, die seinen Weg vom Eingang (Tastatur: mißlingende Blauverzahnung) bis zum Ausgang (Drucker: Papierstau, leere Farbpatrone) nicht selten sehr beschwerlich machen. Beim Eingang intervenieren wir:

IBM Modell M: Es gibt sie wieder. Als Unicomp-Tastatur M 2. Mit deutschem Layout und USB-Anschluß.

Unicomp aus Lexington im US-Bundesstaat Kentucky baut IBMs Tastatur-Legende seit einem Jahrzehnt neu, und zwar zum größeren Teil auf den alten, von IBM erworbenen Werkzeugen. Nicht nur die Knickfeder-Technologie ist eine 1:1-Übernahme, sondern beispielsweise auch die Tastaturkappen, die nicht aus lasergraviertem ABS, sondern wie beim Modell M im Farbsublimationsdruck beschriftetem PBT bestehen und endlos lesbar bleiben. Wir schreiben seit 8 Jahren ununterbrochen auf dieser Tastatur und nicht einmal das im Deutschen vielbeanspruchte E zeigt den leisesten Anflug von Verblassen oder Verwischen.

Unicomp M2 (Deutsches Tastaturlayout)

Ein wirkliches Schreibgerät. Die Mutter aller Tastaturen. Das IBM Modell M.Eine wirkliche Legende unter Vielschreibern (und eigentlich die einzige unter den dinglichen Hervorbringungen des PC-Zeitalters) ist die Tastatur des IBM Modells M, gebaut von 1984 bis 1999. Die dank einer Metallplatte schweren und standfesten Geräte (1,7 kg) verdanken ihren nie verblaßten Ruf einer völlig überlegenen Mechanik: Ihre Tasten lösen mittels einer veritablen Schraubenfeder aus, die unter dem Fingerdruck des Schreibers einknickt („buckling spring“ oder Knickfeder), dabei einen Hammer betätigt, der zwei leitfähige Membrane durchschaltet und damit den „Anschlag“, genauer das Interrupt auslöst. Der Gegendruck der Feder und ihr Rückstellverhalten geben eine unerreicht klare taktile und akustische Rückmeldung an den Schreiber, wobei sich dessen tippmotorische Muster neu einschleifen, was die Eingaben deutlich beschleunigt und die Anzahl der Tippfehler drastisch mindert. Und das ganz gleich, ob Sie mit zwei, 4 oder zehn Fingern schreiben. Den gängigen Rubberdome- und Folientasten, aber auch den bei Spielern beliebten mechanischen Tastaturen mit Cherry-MX-Schaltern ist eine echte „Buckling-Spring“ haushoch überlegen. Das amerikanische Tech-Magazin The Verge bescheingt der Tastatur »an amazing typing experience«, die deutsche IT-Seite golem.de stellt fest: »Der Buckling-Spring-Mechanismus der Tasten ist besonders für Vielschreiber ein Traum.« und hackaday.com spricht von »God’s own keyboard«.

Es gibt sie wieder. Als Unicomp-Tastatur M 2. Mit deutschem Layout und USB-Anschluß.
Unicomp aus Lexington im US-Bundesstaat Kentucky baut IBMs Tastatur-Legende seit einem Jahrzehnt neu, und zwar zum größeren Teil auf den alten, von IBM erworbenen Werkzeugen. Nicht nur die Knickfeder-Technologie ist eine 1:1-Übernahme, sondern beispielsweise auch die Tastaturkappen, die nicht aus lasergraviertem ABS, sondern wie beim Modell M im Farbsublimationsdruck beschriftetem PBT bestehen und endlos lesbar bleiben. Wir schreiben seit 8 Jahren ununterbrochen auf dieser Tastatur und nicht einmal das im Deutschen vielbeanspruchte E zeigt den leisesten Anflug von Verblassen oder Verwischen.

149,00 € / Stück

Bessere Sprachqualität. Besserer Empfang. Und ohne Googles Schulterblicke.

Wer mit seinem mobilen Telefon nur mobil telefonieren will, aber kein Interesse daran hat, daß es einem den Weg weist, den Puls mißt, den Fingerabdruck nimmt und Widerworte gibt (oder all dies dem mitgeführten Tablet überläßt), für den bieten wir hier einen zweiten Ausweg nach hinten: Zurück um knappe 15 Jahre.


Externe Tips: Auch Smartphones ohne Google-Dienste.

Hier drei Tips für Leute, die auf ein smartes Phone nicht verzichten wollen, sich aber der der Zudringlichkeiten der Hersteller trotzdem erwehren wollen:

Die französische /E/-Foundation hat eine abgewandelte Version des androidbasierten, aber freien Systems LineageOS entwickelt und installiert sie gebrauchsfertig auf wiederaufbereiteten Android-Telefonen. Sie haben dann ein „entgoogeltes“ Telefon (also ein Gerät ohne all die datensammelnden Google-Dienste). Wir benutzen es auf einem Samsung S8-Smartphone seit einem Jahr und empfinden keinerlei Einschränkungen.

Das Volla-Phone von Jörg Wurzer entsteht in Zusammenarbeit mit Gigaset in Bocholt. Äußerlich: Ein wirklich minimalistisches (nicht zirkusbuntes) Design der Oberflächen, innerlich frei von Googles Datensammeldiensten, und zwar entweder mit Unbuntu Touch oder einem reinen, aber eben „entgoogelten“ Android als Betriebssystem. Das „Volla-Phone“ verdient aber allein deshalb Aufmerksamkeit, weil es von Jörg Wurzer stammt, einem philosophisch geschulten Wissenschaftler, der sich damit nicht zum ersten Mal ins wirkliche und wirtschaftliche Leben mischt.

Das Fairphone aus Holland ist seit einigen Jahren auf dem Markt und hat mit einer sorgfältigen Auswahl der verbauten Materialien und der Beachtung von „Fixit“-Optionen, also Reparaturmöglichkeiten, von sich Reden gemacht. Bei der erwähnten /E-/ -Foundation kann man das Fairphone jetzt übrigens auch als fabrikneues Telefon mit dem dort entwickelten Lineage-OS erwerben.



Papierene Intelligenz. Zum Lob der Karteikarte.

Zwei große Werke des 20. Jahrhunderts – das eine literarisch, das andere wissenschaftlich und beide von der stupenden Belesenheit und dem gußeisernen Gedächtnis ihrer Schöpfer (Arno Schmidt und Niklas Luhmann) zeugend – sind aus dem Zettelkasten geboren: Beide Autoren liefen von Temperament und der Gnade zu früher Geburt begünstigt gar nicht erst Gefahr zum Computer verführt zu werden und entgingen so dem informationstechnologischen Anschlag auf ihre Schaffenskraft, der darin liegt, daß das Werkzeug einen erheblichen Teil jener Aufmerksamkeit verschluckt, die eigentlich dem „Werkstück“ zukommen sollte.

Zurück zur Karteikarte? Ja, in Flachsicht.

Für Planungs- und Strukturierungsarbeiten empfehlen wir das tatsächlich. Während die elektronischen Outliner, Zeitplaner und Kalender den Nutzer in den Bedienmodus des „Formularausfüllers“ schalten, zwingt eine Karteikartenmethodik dazu, Strukturen zu bilden und Querverbindungen zu suchen. Das mobile, strukturierte Gedächtnis auf Papier hat wesentliche Vorteile: Während man es füllt, kommt man ins Sinnen (und kann sich ideenverstärkend mit dem Bleistift am Kopf kratzen). Und wenn man es abruft, ist es einfach da, ohne daß ein Gerät hochgefahren, eine App geöffnet und ein Netzverbindung hergestellt sein muß. Es ist immer schon im Auge und zur Hand. Unser Continental-Karteisystem besteht aus mehreren Teilen.



Der Continental-Aktenordner. Made in Germany.

Unser Aktenordner unterscheidet sich vor allem im Material von seinen Verwandten auf dem Markt der Büroartikel: Gefertigt aus 2 mm starker tiefschwarz durchgefärbte Hartpappe von Eska im Gegensatz zu den sonst üblichen papierkaschierten Ordnern. Der Ordner hat zwei Grifflöcher, die jeweils 48 mm von Oberkante und Unterkante entfernt sind. Wir legen dem Produkt einen Bogen mit 3 Ordnerrückenschilder, sowie einen Vermaßungsbogen für den Druck und einen Tippniederhalter bei. Dessen robuste Mechanik stammt von IML aus Italien. Wir uns einen Lagerbestand gesichert und bieten diese auch als Austausch im 3er Set an.

Der Continental-Aktenordner. Made in Germany.

Der Ordner hat zwei Grifflöcher, die jeweils 48 mm von Oberkante und Unterkante entfernt sind. Die beiden Grifflöcher bieten ungeahnte Vorteile im Umgang mit den gefüllten Ordner, bei der Entnahme aus hohen Regalen oder der flachen Aufbewahrung in Archivkästen. Die Grifflöcher, die Schlitze für die Ringmechanik und die Kanten sind an Ober- und Unterkannte metallverstärkt. Die hochbewährte Mechanik stammt von IML aus Italien. Auch der Druckknopf des Niederhalters ist aus Stahl. Dem Ordner liegt ein Bogen mit 3 Ordnerrückenschildern sowie ein Vermaßungsbogen für den Druck und ein Tippniederhalter bei.

8,00 € / Stück

Vom Tippen zum Schreiben I

Bauen Sie Ihren Kugelschreiber von innen. Erst die Mine…

Mit einem Kugelschreiber kauft man regelmäßig die Katze im Sack: Welche Mine steckt in dem mehr oder minder schönen Gehäuse, wie üppig oder sparsam ist der Tintenfluß, welches Schriftbild tritt zu Tage –, woran neben der Güte der Kugelmechanik, der Viskosität der Tinte auch externe Faktoren wie Saugfähigkeit des Papiers, die Stärke des Schreibdrucks und die Elastizität der Unterlage natürlich ihren Anteil haben. Wir unterscheiden die Minen nach der Ähnlichkeit von Schreibverhalten und Schriftbild mit Bleistift und Füllfederhalter. Unsere Auswahl trifft sicherlich die besten Minen der Welt. Nur einige Japaner reichen noch heran.
Alle im folgenden angebotenen Minen passen in alle unten angebotenen Kugelschreibergehäuse.



...dann die Hülle: Kugelschreiber Made in Germany

Ortsfest und griffbereit. Ein Standkugelschreiber. Aus dem Vollen gedreht.

Damit er nicht immer weg, ist, wenn man gerade eine Telefonnummer notieren muß. Gedreht aus einem Block Edelstahl von einem kleinen Metallbetrieb auf der schwäbischen Alb. Standfest mit einem Gewicht von 280 g und mit einem ebenso massiven Kugelschreiber an einer Kette mit 38 cm Länge. Die Lieferung erfolgt ohne Mine, es passen aber alle von uns angebotenen Minen in den Kugelschreiber.

Standkugelschreiber Edelstahl

Ortsfest und griffbereit. Ein Standkugelschreiber. Aus dem Vollen gedreht. Damit er nicht immer weg, ist, wenn man gerade eine Telefonnummer notieren muß. Gedreht aus einem Block Edelstahl von einem kleinen Metallbetrieb auf der schwäbischen Alb. Standfest mit einem Gewicht von 280 g und mit einem ebenso massiven Kugelschreiber an einer Kette mit 38 cm Länge. Die Lieferung erfolgt ohne Mine, es passen aber alle von uns angebotenen Minen in den Kugelschreiber.

59,00 € / Stück

Aus der Oberpfalz: Stahl und feine Hölzer.

Die folgenden beiden Stifte stammen aus einer Drechslerei in der Oberpfalz, seit jeher Standort vieler Zulieferbetriebe für die Bleistift- und Schreibwarenproduktion in und um Nürnberg. Die Hölzer sind aus Bayern und diejenigen Metallteile, die der Holzbetrieb nicht ohnehin selber macht, kommen aus dem fränkischen Metallbau-Netzwerk.



Metalle und Edelmetalle: Spezialisten im Kraichgau.

Zwischen Pforzheim und Karlsruhe wirken und werken noch einige Spezialisten der Feinmetallbearbeitung, die sich als Zuträger zu der ehemals bedeutenden, ab den 1980ern aber niedergehenden Schmuck- und Uhrenmetropole Pforzheim dort niedergelassen hatten. Dazu zählt auch unser Hersteller in Königsbach-Stein, dessen Spezialität das sogenannte Rundkneten (oder Rundhämmern) ist, durch das Werkstücke ohne jeden Materialverlust durch spanabhebende Verfahren in eine runde Endkontur geformt werden. Außerdem beherrscht er alle Techniken der Oberflächenveredelung, auch das sogenannte Guillochieren, das kürzlich als eine Technik der ornamentalen Musterbildung in Metallen (durch die gleichzeitige Bewegung von Werkstück und Gravierstift gegeneinander) von der Unesco ins immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Das können nur noch wenige.



Der KUM-Masterpiece

Dieser seit 100 Jahren in Erlangen gefertigte Bleistiftspitzer wird als KUM-Meisterstück von Grafikern, Zeichnern und Schreibern in aller Welt hochgepriesen, während er hierzulande fast unbekannt und schwer zu kriegen ist. Der Grund für den (auf YouTube einsehbaren) Kult: Das feinwerktechnische Meisterwerk spitzt den Bleistift in zwei Stufen. Das erste Messer legt die Graphitmine unter dem Holz frei, das zweite widmet sich dann der Mine und spitzt sie je nach Ansatzwinkel in die für Schreib- oder Schraffurzwecke optimale Form. Faszinierend, allein den auf 64 HRC gehärteten Messern aus Kohlenstoffstahl bei ihrer Feinarbeit an Holz und Graphit zuzusehen.


Spitz denken. Spitz rechnen. Spitz schreiben.

Das KUM-Meisterstück verlangt allerdings nach würdigen Objekten für sein Wirken. Billigbleistifte krümeln oder splittern hoffnungslos unter dem Zugriff seiner Messer. Hier kommt einer der besten Bleistifte überhaupt: Der japanische Tombow 100. Er ist, wie sich’s gehört, aus Zedernholz, das sich hauchfein schälen läßt. Die Minen japanischer Bleistifte laufen in jedem Härtegrad etwas weicher als die deutschen, so daß hier der Härtegrad HB für Schreibzwecke immer stimmt.



Vom Tippen zum Schreiben II



Schreibtischunterlagen aus echtem Lederfaserstoff

Material von Salamander aus Türkheim. Aus Lederresten und Naturlatex.

Unter der traditionsreichen Marke CONTINENTAL entwickeln wir ausgewählte Produkte gemeinsam mit der THPG (Thomas Hoof Produktgesellschaft). Die ersten aus dieser Zusammenarbeit finden Sie hier.

Lefa ist ein haptisch angenehmes Material aus Lederresten und Naturlatex als Bindemittel. Als Laufstall für die Computermaus, aber auch gerade als Schreibunterlage ist es das schlechthin ideale Material: Nicht ganz so hart und glatt wie Leder, nicht so fusselig und nachgiebig wie die meisten Kunststoffe.

Als Lederfaserstoff, Bonded Leather oder Recycled Leather ist sehr viel zweifelhaftes Zeug im Umlauf. Unser Rohmaterial kommt von Salamander aus Türkheim im Unterallgäu. Aus dem mit 3,5 mm Stärke sehr üppigem Material lassen wir folgende Unterlagen in Tübingen zuschneiden:



Der THPG-Stromklotz. Eiche und Bakelit.

Ein Eichenklotz aus 200 Jahre alten, rückgebauten Dachstuhlbalken (also völlig trocken), 17 x 17 x 17 cm groß und 2,8 Kilo schwer, ausgestattet mit drei oder vier Bakelitsteckdosen und einer Zuleitung aus Voka-Textilkabeln mit einem Bakelitstecker. Das schwere Stück richtet sich in jeder denkbaren Wohn- und Büroumgebung ein und bereichert sie mit Stromquellen und seiner Ansehnlichkeit.
Optional ist eine USB-Ladestelle verfügbar, die anstelle einer Steckdose montiert wird.

ab 165,00 €

Eiche und Stahl. Der Dauerwald-Schreibtisch.

Die 40 mm starke Platte wird aus Eiche aus unseren Wäldern im Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet mit besäumter Waldkante geschnitten. Die rohen Stahlprofile kommen aus Waltrop im Ruhrgebiet. Die Schreibtische haben wir für unsere eigenen Büros entworfen und anfertigen lassen. Für die Montage ist lediglich ein 17er Schraubenschlüssel notwendig. In den unteren Holmen des Stahlrahmens sind zum Schutz des Fußbodens Eichenholzleisten montiert. Die auf der Seite liegenden U-Ständer sind sehr belastbar und lassen den Tisch trotzdem leicht federn.

ab 985,00 €

Shannon Büchermöbel.

Das ganze wandhoch und zimmerweit sowie in vielerlei Varianten auszubauende Regalsystem können Sie auf der Webseite unserer Produktgesellschaft ansehen und konfigurieren: www.thpg.de. Hier nur zwei bibliotheksgerechte Einzelmöbel:





Weitere Produkte aus dem Werkzeugladen: