Frank Sämmer - Die Ankunft der Muskazinenritter

Ein Ausblick auf den nächsten Künstler in der Manuscriptum-Galerie.

Dieses Buch erschien in einer streng limitierten Auflage anlässlich der Austellung

Die Muskazinenritter
2. bis 30. September 2018
in der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf

Wir haben 60 Exemplare dieses exklusiv bei Manuscriptum erhältlichen Buchs auf Lager.
Gebundene Ausgabe,
60 Seiten,
ISBN: 978-3-940985-61-3

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Beschreibung

Details

Dieses Buch erschien in einer streng limitierten Auflage anlässlich der Austellung
Die Muskazinenritter in der Galerie Peter Tedden, Düsseldorf

Leseprobe

Vorwort

Auszug

Folgend dem Windzug kommen zum Felsen die Wolken und weichen unveränderlich steht aber der Felsen in der Zeit

Wir leben in einer Zeit totaler Entgrenzung und Entwertung natürlicher und kultureller Sinngebung.
Der moderne Zeitmensch ist aus seiner mitmenschlichen Begründung entlassen und führt ohne Wesenheit ein Leben im Schatten unheiliger Macht und nützlicher Verwendung. Unfrei, ohne ausreichende Urteilskraft und Einsicht, kann er sich der Profanisierung und Materialisierung seiner Existenz nicht mehr erwehren.
Damit ist auch die Malerei als tradierte Methode anschaulicher Erkenntnis und Deutung objektivierter Botschaft ursprünglicher Beauftragung und Geistigkeit gegenstandslos geworden.

Das Zeitfenster der Spätmoderne kennt sie nur noch als Kunst, also als ein geldwertes Produkt in einem ständischen Kunstmarkt. Weitgehend gegenstandslos führt sie als inhaltsleerer Formalismus ein technisiertes Leben beliebiger Deutung. Wie eine demokratisierte Staatskunst fragloser Unwissenheit und Euphorie ist sie nicht mehr als obrigkeitliches Ornament und Eventportal der politischen Ablenkung und vordergründige Belustigung.
Dem klassischen Maler aber ist es nicht mehr möglich zeitgemäß zu malen. Sobald er inhaltliche oder gestalterische Wertigkeiten einführt, heben sie sich im Zeitgeist der Beliebigkeit auf.
Darum wirkt das Malen mit Pinsel und Pigmenten heute altertümlich.
Doch die List der zwar verdrängten aber noch untergründig wirkenden Geschichte der Malerei deutet genau das als beständige Botschaft: Malen war, ist und bleibt immer Ausdruck zeitüberspannender Erinnerung und wirklichen, beseelten Lebens.