Essbare Landschaften. Landwirtschaft. Zurück in die Landschaft.

Die Urproduktion – der Kern der Lebensvorsorge – ist nach ihrer ständigen „Modernisierung“ in den letzten sechs Jahrzehnten zu einer weltumspannenden, aber gerade deshalb hochfragilen und leicht störbaren Veranstaltung geworden. Wir wollen weiteren bäuerlichen Aussteigern aus dieser Veranstaltung Mut machen, und mittlerweile ergibt sich aus unserer Erfahrung eine Korrelation zwischen dem Maß an antiglobalistischem Eigensinn der Erzeuger und dem Eigengeschmack und Geschmackswert ihrer Erzeugnisse. Mittlerweile sind zahlreiche Partner zu uns gestoßen, die unser Angebot mit fleischlichen und nichtfleischlichen Genüssen aus ihren jeweiligen »Essbaren Landschaften« bereichern.

Dry Aged Beef und Schweinefleisch aus Weidehaltung.

Das ganze Jahr weidehaltung

Jeden Monat wechselnde Angebote an frischem Schweine- und trockengereiftem Rindfleisch sowie Lammfleisch von Tieren alter Freilandrassen aus einer reinen Vollweidewirtschaft. Fast jeden Monat erhältlich und ansonsten praktisch nirgendwo zu bekommen: Echtes (Milch-)Kalbfleisch. Fleisch, gewachsen, nicht fabriziert. Die Lieferung kommt frisch und in küchentauglichen, klassischen Zuschnitten mit Pünktlichkeit am festgelegten Zustelltag.

Nur im Mai und Junispargel

Unser Spargel »Schwetzinger Meisterschuss«.
Ohne Folie und unverfrüht. Ein Erlebnis an Mehrgeschmack.

Fast verschwunden: Die gemischtblühenden alten Lokalsorten. Seit 20 Jahren verdrängt von den verfrühten, kunstdüngerverträglichen und folientauglichen Hybridsorten. Die alten Sorten sind weniger gradwüchsig, zeigen Farbschattierungen und vor allem – darauf kommt es ja an – ein Mehr an Geschmacksnuancen: Die Bitter- und Nußnoten, die Kritiker an den modernen Hybriden so stark vermissen, machen diese Sorten für Spargelkenner nach Jahren schleichender Enttäuschung zu einer echten Wiederentdeckung. Bei uns gibt es sie jedes Jahr zu Spargelzeit direkt vom Feld. mehr lesen...

Drei- bis viermal im Jahrschinken

Der (wahrscheinlich) beste Schinken der Welt.

Dieser im „Apener Schinkenmuseum" gereifte Schinken hat einen aromenbildenden Reifeprozess hinter sich, wie er einem Schinken heutzutage sonst nicht mehr vergönnt ist. Denn wo andernorts computergesteuerte Klimakammern dem Schinken eine schnelle Scheinreife verleihen, wird im ammerländischen Apen ein Denkmal produktiv und zeigt die Überlegenheit von Low-Tech-Baukunst und Low-Tech-Fleischtrocknung gleichzeitig: Das Haus, in dem Arnd Müller wohnt und arbeitet, ist von seinem Vorfahren Johann Nikolaus Meyer im Jahre 1748 um die Aufgabe der Schinkenreifung herum gebaut worden: Eine sehr ausgeklügelte Nachtluftzufuhr durch das Gebälk des Gewerbeteils sorgt zusammen mit der Reifungsdauer für die völlig überlegene Qualität und die endlose Haltbarkeit, die von des alten Meyers hochanspruchsvollen Hauptkunden erwartet wurden: Das waren die Provianteure der aus den nahen Nordseehäfen abgehenden Großsegler des 18. Jahrhunderts. Der Geschmack ist unvergleichlich und läßt erahnen, um welche Genüsse die moderne, hochtechnisierte Lebensmittelerzeugung uns inzwischen gebracht hat. Wir sprechen von dem wahrscheinlich besten Schinken der Welt. mehr lesen...

Nur im Mai und Junibutter

Maibutter. Von der Hochalp in Vorarlberg.

Eine echte Rohmilchbutter von den auf der »Alpsäß« weidenden Kühen der Voralberger Bergbauern. Die Rohmilch wird, wie vor einhundert Jahren oben auf der Alm mit der traditionellen Minimalausstattung der Sennerei Thüringerberg händisch verarbeitet, ihr bleibt also die Begegnung mit raffinerieähnlichen Zentralmolkereien des Flachlands erspart. Ein unglaublicher Unterschied zu den Butter-Banalitäten, die’s im Supermarkt zu kaufen gibt. Nur an wenigen Terminen erhältlich. mehr lesen...

In Dosen und Gläsern: Haltbare Lebensmittel.

Jedes unserer konservierten, haltbaren Produkte ist zumindest in einem Punkt ein „Ausreißer“ aus Logik und Praxis der globalen Agrarökonomie, sei es, daß Pflanze oder Tier einer alten lokalen Sorte oder Rasse angehören, sei es, daß in der Verarbeitung und „Veredlung“ auf eine der industriellen Verfahrensschritte mit der Vorsilbe „Schnell“ (-Reifung. -Trocknung, -Säuerung usw.) oder auf die Aromen- und Geschmacksglobalisierung durch Snackifikation, Entbitterung, Marzipanisierung und Überzuckerung verzichtet wird. Egal ob es um echte San-Marzano-Tomaten oder die reinsortigen Fruchtaufstriche aus den Dolomiten, die vermutlich weltbesten Nudeln (aus italienischem Weizen) aus der Pastastadt Gragnano oder die älteste und cremigste Reissorte Maratelli geht.

Küchenhelfer

Salz- und Pfeffermühlen mit Lidrewa-Mahlwerk, Porzellanfilter von Hario, die Comandante-Handmühle für den Kaffeegenuss, robuste und vielseitige Helmensdorfer Pfannen oder Dauerwald-Produkte wie Messerblöcke aus heimischer Eiche bilden den Rahmen für eine Küchenkultur, die - vom Fleisch aus Weidehaltung über Alpbutter und samenfeste Gemüsesorten bis zu erlesen haltbaren Produkten - stets das Besondere sucht und bei uns auch findet.