"Der Zauberlehrling" - Axel Krause

Original: 2017, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm

Druck: High End Museumscan vom Original · Digital Fineart Inkjetdruck auf Hahnemühle Photo Rag® Ultra Smooth (305 g/m²).
90 x 120 cm.

Erhältlich als:
Druck ohne Rahmen: Sorgfältig verpackt und geschützt. Lieferung als Rollenversand in ca. 3 Werktagen. Versandkosten 12 Euro.
Druck mit Rahmen von HALBE®: Eiche natur, Mirogard-Glas entspiegelt. Lieferung per Spedition in ca. 10 Werktagen.
Versandkosten 35 Euro.


Weitere Rahmen- und Glasvarianten können Sie gerne bei uns anfragen unter der Rufnummer: (02591) 2590 240 oder unter der E-Mail-Adresse: info@manuscriptum.de.


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Manuscriptum-Galerie.
Auf 50 Exemplare limitierte Edition. Handsigniert und nummeriert von Axel Krause.
ISBN: p707100

Verfügbarkeit: Auf Lager

350,00 €
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Beschreibung

Details

Die Reihe beginnt mit zwei Bildern von Axel Krause. Die Kunst des Leipziger Malers schließt einen Kreislauf, über den sich einst der Surrealismus aus dem Quell der deutschen Romantik versorgte. Sein nachsichtiges Lächeln über die ewigen Muster des beflissenen Irrtums wirkt heute als stille Provokation. Die heitere Distanz läßt sich schwerlich als Kulturpessimismus abtun. In dieser Grundhaltung ist seine Kunst sich über viele Jahre gleich geblieben und läßt sich immer wieder mit anderen Augen sehen. Inzwischen hat sich die darin angelegte Differenz offenbar zu einer Bruchlinie ausgewachsen.

Es ist dem Maler damit kaum anders gegangen als dem Zauberlehrling, der auf seinem gleichnamigen Gemälde durch eine riesige Fensterwand auf eine Flußbiegung hinabsieht. Drunten verläuft ungerührt die Bahntrasse am Ufer eines Flusses. Die Züge schaffen das, denn zum festen Gleis gibt es für sie keine Alternative. Da müßte man schon zaubern können, wie der nachdenkliche Mann mit dem Fernglas und die zierliche Frau in der Wunderküche im Hintergrund. Schwarzweiß ist der Boden gefliest. Die Szenerie ist abgründig und doch haltbar. Hier wird nicht im Trüben gefischt, sondern nur eine kleine Korrektur des Erwartbaren durch Unschärfe bewirkt. Eine leichte Verschiebung des Zusammenhangs eröffnet Perspektiven. Diese Verrücktheit entspricht in etwa den Motiven für die hektische Trennung von Krauses Leipziger Galerie und der damit verbundenen kurzfristigen Absage der geplanten Retrospektive zu seinem runden Geburtstag, vorgeblich wegen seiner kritischer Meinungsäußerung über die deutschen Zustände. Man will es eigentlich gar nicht so genau wissen und lieber wie die hoffnungsvollen Fische sich in der leuchtenden Passage zwischen der Decke und dem Bottich in der Schwebe erhalten, als schillernde Boten einer gewissen und doch verborgenen Wahrheit.

Die wohldosierte Verunsicherung erfrischt den Betrachter. Ihm wird eine Welt der Wunder gezeigt, die eine Welt zum Verwundern ist. Axel Krauses Bilder irritieren und bekräftigen zugleich mit dem Verhältnis von Landschaft und Architektur, Konstruktion und Beleuchtung und Kreatur und Maschine. Installation und Elementares verbinden sich zu einem Klingsorschen Zaubergarten, der uns wie ein verrohrtes und vernetztes Paradies umgibt. Die Gewebe der Technik hängen sich wie Lianen an die stämmige alte Welt. Die wuchernden Schlinggewächse des Fortschritts hindern zuletzt diesen selbst am Fortschreiten.

Der Künstler

Der Künstler

Axel Krause gilt als exponierter Künstler der Neuen Leipziger Schule. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Bilder von Axel Krause wurden u. a. beim New Yorker Auktionshaus Sotheby’s versteigert.

Axel Krause studierte von 1981 bis 1986 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Dietrich Burger, Volker Stelzmann, Günter Thiele und Arno Rink und schloss mit dem Diplom ab. Von 1975 bis 1977 hatte er bereits eine Ausbildung zum Facharbeiter für Reproduktionstechnik absolviert. Von 1990 bis 1993 arbeitete er als Theatermaler an der Oper Leipzig. Parallel zu seiner Tätigkeit als Theatermaler wirkte Krause von 1989 bis 1999 als Lehrbeauftragter an der HGB, Abteilung Abendakademie. In der Fachrichtung Malerei unterrichtete er figürliches Zeichnen und Akt.

Von 1994 bis 1996 absolvierte Krause zudem ein Aufbaustudium in Kunsttherapie an der HfBK. Die Beschäftigung mit geistigen Vätern wie Edward Hopper, Balthus und Giorgio de Chirico bestärkte ihn in seinem Bestreben zu surrealen, inszenierten, dingpräzisen Bildfindungen. Sie erscheinen oft als Darstellung von Realität, stellen jedoch eine introspektive Sicht dar. Professor Harald Kunde, ehemals Direktor des Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Kurator und Publizist schrieb 2011 zu der Thematik: „Diesen Ansatz, die Zeit nicht als linear fließendes Medium und eine Geschichte nicht als monokausale Erzählung zu begreifen, teilt er mit allen Autoren der seit langem währenden Postmoderne. (…) Sein bevorzugtes Stilmittel (…) bildet die Methode der bildnerischen Inszenierung; jede Figur, jedes Versatzstück und jedes Detail wird nicht um seiner selbst willen behandelt, sondern spielt (…) eine Rolle in einem größeren, rational kaum fassbaren Zusammenhang.“

Druck und Rahmen

Druck und Rahmen

Sie erhalten diesen Druck in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren exklusiv in der Manuscriptum-Galerie. Jedes Exemplar wurde vom Künstler Axel Krause handsigniert und nummeriert.

Der Druck erfolgte nach höchsten Maßstäben bei der LUP AG in Köln. Bei der Reproduktion von Kunstwerken und der Bestandsdigitalisierung für Museen und Archive hat sich die LUP AG eine hohe Kompetenz erworben. Auf dem Gebiet der High-End-Digitalisierung von Originalvorlagen gehört sie zu den führenden Unternehmen Deutschlands. Aufeinander abgestimmte Technologien und Arbeitsprozesse, der sensible Umgang mit Kunstwerken durch geschultes Personal sowie optimale Produktionsbedingungen sind die Eckpfeiler für werkgetreue Abbildungen und Digitalisierungen auf höchstem Niveau.

Sie erhalten den Druck auf Wunsch auch mit einem hochwertigen Holz-Rahmen der Firma HALBE®. Das einzigartige Magnetrahmenprinzip wurde von HALBE® erfunden und ermöglicht eine unkomplizierte und werkzeugfreie Rahmung des Bildes. Jeder HALBE Rahmen besteht aus drei Hauptelementen: Grundelement, Glas und Profil. Das Grundelement ist eine Kombination aus einer formstabilen Hartschaumplatte und einem Stahlblech-Winkelrahmen. Überstehende Kanten ermöglichen ein schnelles Einlegen sowie Fixieren von Bild, Passepartout und Glasscheibe. Rahmen-Maße: die Leiste ist 41,5 mm tief und gibt dem Rahmen bzw. dem Bild eine außerordentliche dreidimensionale Wirkung an der Wand. Die Rahmenbreite beträgt 21 mm.

Wenn Sie den Druck selber rahmen möchten, liefern wir Ihnen den Druck einer Rollenverpackung. Sorgfältig verpackt und mit Seidenpapier geschützt, per Paketversand.
Die Versandkosten betragen in diesem Fall 12 Euro.

Wenn Sie den Druck gerahmt erhalten möchten, wird der Druck professionell bei der Firma HALBE® gerahmt und von dort in einer speziellen Transportverpackung per Spedition bei Ihnen angeliefert. Die Versandkosten betragen in diesem Fall 35 Euro.

Die Manuscriptum Galerie

Die Manuscriptum-Galerie

Der modernen und damit abstrakten Malerei sind seit einhundert Jahren klugkritische Gedankengewidmet worden: Ihre Techniken sind verfallen, und Ihre Sujets sind notorisch die »Abgründe des Menschen und der Welt«, vor denen die Künstler des 20. Jahrhunderts allerdings nicht mehr – wie ihre Renaissance Kollegen – mit Schaudern stehen, sondern mit der Begierde, sich »wollüstig, morbide und geschäftstüchtig einfach hineinzustürzen« (Konrad Paul Liessmann). Es gibt in der bildenden Kunst des Westens seit 120 Jahren, um mit Sedlmayr den Klassiker der Kritik zu zitieren, »das zynische Spiel, den bewußten Bluff, den gewinnsüchtigen Schwindel, den Betrug der Selbstbetrogenen, die schamlose Selbstdarstellung des Gemeinen.«. Mittlerweile fragt sich, ob es in der Malerei überhaupt noch etwas anderes gibt.

In Deutschland stellt sich die Lage in einer besonderen Zuspitzung dar, denn die Malerei in der DDR war als »Staatskunst« nicht nur eine »geleitete«, sondern genoß als solche auch einen Schonraum vor den im Westen wirksamen Tendenzen zur Selbstauflösung und Abschaffung. Die DDR Malerei konnte Kontakt zu Traditionen halten, während im Westen Traditionsbruch und Trendfolgsamkeit zur eisernen Pflicht wurden. Als sich dies nach der Wende in der Existenz einer Leipziger und Dresdener Malerschule zeigte, deren zeitgenössische Vertreter mit ihren Arbeiten weltweit ein frappiert beglücktes Staunen weckten, war das ein Eklat für die westdeutsche Kunstszene. Sie übt immer noch Rache zum Beispiel dadurch, daß westdeutsche Modernitätseuphoriker als Museumsleiter im vergangenen Jahr in Dresdens Staatlichen Kunstsammlungen und im Albertinum die DDR Malerei vollständig ins Depot entsorgten.

Wir halten dagegen und bauen mit unserer Galerie der gegenständlichen Malerei eine Dokumentation des Widerstands gegen den »bewußten Bluff und den gewinnsüchtigen Schwindel« auf und stellen in gutgelauntem Banausentum fest: Die Moderne Malerei wird im Rückblick erscheinen als ein früher Versuch der Inklusion der völlig Talentfreien in die kleine Schar der Talentierten. Letzteren gilt unsere Sorge und Aufmerksamkeit.

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