Roger Scruton

Sir Roger Scruton

Der Publizist und Philosoph (*1944) gehört zu den führenden konservativen Denkern Englands. Er studierte Philosophie an der Universität Cambridge und lehrt seit den 1970er Jahren an britischen und amerikanischen Hochschulen. In den 1980ern beteiligte er sich am Aufbau eines akademischen Untergrund-Netzwerks im sozialistischen Osteuropa, wofür er 1998 von Präsident Václav Havel mit einem tschechischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde. Scrutons Schriften kreisen um Themen der Ansässigkeit, Gemeinschaft, Transzendenz, Ästhetik und Lebenskultur. Die Politik stellt für ihn eine platonische „Sorge der Seele“ dar, die auch die Fürsorge für die abwesenden Generationen, die Toten wie die noch Ungeborenen, umfassen müsse – eigentlich. Von seinen mehr als 40 Büchern wurden wenige ins Deutsche übersetzt, so Grüne Philosophie; Schönheit; Ich trinke, also bin ich; Von der Idee, konservativ zu sein. Er schreibt regelmäßig für The Times, Daily Telegraph und The Spectator.

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  • Roger Scruton

    Bekenntnisse eines Häretikers

    Während der Zeitgeist einmal mehr nach Utopia entwischt, betrachtet Roger Scruton die sitzengelassene Gegenwart: in zwölf Essays denkt er nach übers Regieren, Bauen und Tanzen, über das Sprechen vom Unsagbaren, über Trauern und Sterben, darüber, wie so getan wird, als ob, wie Leute sich hinterm Bildschirm verstecken, wie Tiere geliebt und Etiketten geklebt werden, über das Bewahren der Natur und die Verteidigung des Westens. Bei seinen Streifzügen ist der Blick zurück erlaubt, nicht als Flucht in die andere Richtung, sondern um an das alte Maß einer handlungsfähigen Gemeinschaft verantwortlicher Individuen zu erinnern. Statt im globalen Überall-und-Nirgends agiert diese Gemeinschaft in einem überschaubaren, kohärenten Territorium, dem sie sich existentiell verbunden fühlt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden einen organischen Zusammenhang, Vorfahren, Zeitgenossen und kommende Generationen stehen in Kontakt miteinander. Scruton untersucht, wie dieser lebenswichtige Zusammenhalt eines Gemeinwesens gefördert oder behindert, geschützt oder zerstört wird. Und lebenswichtig bleibt ihr Zusammenhalt auch in Hinsicht auf die Freiheitlichkeit einer Gesellschaft: "Denn er stellt ganz einfach die andere Seite der Freiheit dar, das, was da sein muss, damit Freiheit überhaupt möglich wird". Dass mittlerweile prompt mit Anklage wegen Ketzerei und eiliger Exkommunikation zu rechnen hat, wer die gern zitierte Freiheit des Andersdenkenden beansprucht, lässt den Titel des Buches weniger dramatisch als realistisch klingen. "Freude entsteht, wenn wir etwas tun, was nicht einfach Mittel zu einem Zweck ist, sondern einen Zweck in sich selbst hat, und wir uns um diesen Selbstzweck herum mit anderen zusammenfinden, die sich ihm in gleicher Weise verbunden fühlen wie wir selbst. In diesem miteinander geteilten Gefühl von Verbundenheit kommt die Achtung gegenüber unserer vernünftigen Natur zum Ausdruck und es bestärkt uns im Wissen um unsere Freiheit". (Roger Scruton) mehr dazu
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