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  • Nicolaus Fest

    Weltesche und Feuerholz

    »Telefonat mit einem ernsthaften, leicht deprimierten Christen: Die Zeiten seien schrecklich. Ich widerspreche. Im Gegenteil, für Pessimisten seien sie wunderbar, schon weil der Zeitenlauf die eigene Position, wonach alles noch schlimmer würde, ständig ins Recht setze. Zudem bestätige sich die alte Erkenntnis, dass man nur mit Pessimisten intelligent lachen könne. Optimisten bräuchten weder Witz noch Humor, um die Realität zu ertragen; sie glaubten voll unduldsamen Eifers an den goldenen Morgen, an den Neuen Menschen, das Paradies, den ewigen Frieden und den Endsieg. Da sei amüsierte Distanz zu sich selbst nur hinderlich. Weder Lenin noch Mao oder Hitler zeigten irgendeinen Witz, auch die meisten anderen Linken würden erst im Alter klug, zynisch und erträglich; davor seien sie fast immer nervende Besserwisser. Ob Jesus Humor hatte, ob er über sich und die Welt lachen konnte, sei die schwierigste Frage. Schweigen, dann die melancholische Antwort: Wie bei uns allen – vermutlich erst am Kreuz.« mehr dazu
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  • Lothar Fritze

    Der böse gute Wille

    Mit den Grenzöffnungen für Migranten beheben die Anhänger des moralischen Universalismus nicht etwa eine humanitäre Katastrophe. Vielmehr verstärken sie diese mit ihren moralinvollen Willkommensgesten. Insbesondere dem deutschen Umgang mit der Migrationskrise attestiert Lothar Fritze eine »Dialektik des guten Willens« mit verhängnisvollen Nebenfolgen. Eine solche Dialektik führt — im Namen globaler Verantwortung — zu praktischer Verantwortungslosigkeit. Die Kriegsgebiete werden nicht befriedet, und die Länder, die sich als Fluchtziel anbieten, importieren mit den Migranten auch die Konflikte aus deren Heimat. Damit gefährden die Aufnahmeländer ihre staatliche Souveränität. Wo die Gefahr wächst, erweitert der schwankende Staat seine Zwangsgewalt — vor allem gegen die angestammte Bevölkerung — während sein Gewaltmonopol erodiert. In diesem Buch deutet Lothar Fritze den deutschen Umgang mit der Migrationskrise als einen neuen, gefährlichen Sonderweg. mehr dazu
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  • Peter Furth

    Massendemokratie

    Mit einem Vorwort von Frank Böckelmann

    Der Begriff »Massendemokratie« kennzeichnet die politische Gegenwart der westlichen Welt wie kein zweiter. Der Berliner Sozialphilosoph Peter Furth läßt keinen Zweifel daran, daß die Massendemokratie etwas grundsätzlich Neues ist, auch wenn »Masse« und »Demokratie« sehr vertraut klingen.

    In der Tat geht es um die alten Gegensätze der Politik und der politischen Theorie, um Masse und Individuum, Freiheit und Gleichheit, Bourgeois und Citoyen, Liberalismus und Sozialismus. Die überrasch-ende Leistung der Massendemokratie besteht jedoch darin, diese Gegensatzpaare erstmals miteinander korreliert zu haben – mit teils überraschenden und paradoxen Folgen. Möglich war das nur im Rahmen einer historisch einzigartigen Überwindung der Knappheit an materiellen Gütern und  finanziellen Ressourcen. Seitdem genießen die Massen der Massendemokratie ihr Menschenrecht als ein »Privileg für alle«.

    Allerdings, ihre medialen Erwartungen überstrahlen ihre tatsächlichen Erfahrungen. Wird es dabei bleiben? Die materielle Versorgung kann einbrechen, und in der Angst vor dem Terrorismus kündigt sich an, daß sich Aufstandsmassen und »Unterhaltungsmassen« (Peter Sloterdijk) einander gegenüber stehen werden. Peter Furths Aufsätze schließen an die Arbeiten von Panajotis Kondylis (1943−1998) an, der dem Begriff »Massendemokratie« erstmals eine klare Kontur gegeben hat. Furth enthält sich in seinen kühlen Analysen jeder Bewertung. Schlaglichtartig beleuchtet er nur unsere wirkliche Lage. Sie könnte sich eines Tages ändern, aber zuvor will sie erkannt sein.
    »...Es herrschen keineswegs die Massen, wie Furths Analyse glasklar offenlegt, sondern das krasse Gegenteil ist der Fall.« (Junge Freiheit)

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  • Thomas Fasbender

    Freiheit statt Demokratie

    Russland ist ein Ärgernis. Zu diesem Schluss kommen die westlichen Eliten in Politik und Medien. Russland stört – spätestens seit der Ukraine-Krise 2014. »Russland-Versteher« ist zum Schimpfwort verkommen. Eindrucksvoll schildert Thomas Fasbender, wie anders Russland in der Tat ist. Anders als die westeuropäischen Vorurteile glauben machen und anders als das westeuropäische Ideal einer zeitgemäßen Demokratie.

    In dreizehn abwechslungsreichen Kapiteln und vielen eindrucksvoll verdichteten Szenen erzählt Fasbender vom Alltag in Russland und von seiner dramatischen Geschichte. Er beschwört die Urtümlichkeit des riesigen Landes zwischen Ostsee und Pazifik, zwischen Arktis und Kaukasus, und er vermittelt intime Einblicke in die schicksalsgeprüfte Mentalität seiner Bewohner.

    Sein Fazit: Russland will den Weg des Westens nicht gehen, und Russland wird ihn nicht gehen. Und das beileibe nicht wegen seines Präsidenten. Der russische Mensch hat sein eigenes Verständnis von Freiheit, und das verträgt sich nicht mit der europäischen Verliebtheit in Vernunft- und Gesetzestreue … Fasbender hat ein Buch mit Herz und Verstand und in einer besonders schönen Sprache geschrieben, ein Buch gegen den Strom, das eine fremde, nahe Welt erschließt.

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  • Konrad F. von Freyhold

    Bilderbücher Band 1: Tiere

    Bilderbücher ohne Worte. Freyhold, der große Träumer, hat sich hier Themen zugewandt, zu denen Kinder eine gleichsam natürliche Beziehung haben (oder wenigstens früher hatten). Seine Bildfindungen sind im Wortsinne fabelhaft, seine zeichnerische Phantasie ist eher leise, aber schier überbordend, die Leuchtkraft seiner Farben phänomenal. Wie er aus dem Alltäglichen das Phantastische herausfiltert – besser kann man Fabulierlust und Phantasiereichtum der Kinder kaum entwickeln helfen, auch gänzlich ohne Worte. Rilke sprach begeistert von den „beglückendsten Bilder-Bücher(n), die es gibt“. Und E. R. Weiß meinte: „Was das Verhältnis zu Kindern angeht und den Ausdruck dieses Verhältnisses in unserer Kunst, sind wir alle nur Barbaren gegen ihn.“ Zudem sind beide Bände antiquarische Raritäten, die kaum zu haben, und wenn, dann fast unbezahlbar sind. Nachdruck der Ausgabe von 1905
    Nachwort von Roland Stark. mehr dazu
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  • Konrad F. von Freyhold

    Bilderbücher Band 2: Sport

    Bilderbücher ohne Worte. Freyhold, der große Träumer, hat sich hier Themen zugewandt, zu denen Kinder eine gleichsam natürliche Beziehung haben (oder wenigstens früher hatten). Seine Bildfindungen sind im Wortsinne fabelhaft, seine zeichnerische Phantasie ist eher leise, aber schier überbordend, die Leuchtkraft seiner Farben phänomenal. Wie er aus dem Alltäglichen das Phantastische herausfiltert – besser kann man Fabulierlust und Phantasiereichtum der Kinder kaum entwickeln helfen, auch gänzlich ohne Worte. Rilke sprach begeistert von den „beglückendsten Bilder-Bücher(n), die es gibt“. Und E. R. Weiß meinte: „Was das Verhältnis zu Kindern angeht und den Ausdruck dieses Verhältnisses in unserer Kunst, sind wir alle nur Barbaren gegen ihn.“ Zudem sind beide Bände antiquarische Raritäten, die kaum zu haben, und wenn, dann fast unbezahlbar sind. Nachdruck der Ausgabe von 1905
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  • Peter Furth

    Troja hört nicht auf zu brennen

    Das Standardwerk zur Ideologiegeschichte der Bundesrepublik

    Dieser Band enthält die verstreut erschienenen Aufsätze aus den letzten 25 Jahren des 1995 emeritierten Sozialphilosophen Peter Furth (Freie Universität Berlin) und ehemaligen Mitarbeiters am Frankfurter Institut für Sozialforschung unter Theodor Adorno. »Ideologiekritik nachtotalitär« der Untertitel seines 1991 erschienenen Buches Phänomenologie der Enttäuschungen könnte als denkbar kürzeste Formel für die Richtung dienen, in die das Spätwerk von Peter Furth weist. Seine Skepsis gegenüber kompensatorischen Ideologieentwürfen hat ihren Ursprung in negativen und positiven Enttäuschungserfahrungen: Mit dem Verlust orientierender Weltdeutungen geraten auch die individuellen Bewußtseinsstände ins Wanken. Die Krise der Begriffe wird zur Krise menschlicher Selbstentwürfe; der Einzelne selbst ist hin- und hergerissen zwischen Täuschung und Enttäuschung, Hoffnung und Verstörung.

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  • Gustav Freytag

    Soll und Haben

    Es ist weithin unbestritten, daß Gustav Freytags (1816–1895) Kaufmannsroman »Soll und Haben« eine der schönsten Leistungen in der Reihe realistischer bürgerlicher Zeitromane des 19. Jahrhunderts darstellt. Daß er dennoch nicht mehr gedruckt wird, liegt wohl an dem in den letzten Jahren immer wieder erhobenen Vorwurf, »Soll und Haben« sei antisemitisch. Den Vorwurf zieht das Buch durch seinen negativen Helden Veitel Itzig – einen durchtriebenen, ehrgeizigen und hinterlistigen jüdischen Kaufmann – auf sich. Mit einem Nachwort von Helmut Winter. 5. Auflage 2013 mehr dazu
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