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  • Frank Böckelmann

    TUMULT Winter 2020/21

    Deutsches Duckmäusertum Ausnahmezustand als Normalzustand Unisex Vom Verschwinden des anderen Geschlechts USA kaputt Zwei Kulturen, fortdauernde Feindschaft Wir sind die Schlimmsten Vom Beharren auf deutscher Alleinschuld Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    TUMULT Sommer 2020

    Wir präsentieren in dieser Ausgabe 19 Bilder des 1934 im westerzgebirgischen Sudetenland geborenen und seit der frühen Nachkriegszeit in Stuttgart lebenden Malers und Grafikers Moritz Baumgartl (Näheres S. 110). Was diese Bilder zeigen, ist anachronistisch im wörtlichen Sinn. Baumgartl arrangiert Versatzstücke der Kultur- und Kriegsgeschichte in weiten leeren Räumen (doch meist in kleinen Formaten). Künstlerischen Gruppentrends – dem Ruf der Avantgarde – hat er stets widerstanden; als ferne Wahlverwandte nennt er den Landschaftsmaler Ferdinand Kobell, Caspar David Friedrich, Georg Friedrich Kersting (aus dem Dresdner Biedermeier), die niederländischen Stilllebenmaler und René Magritte. mehr lesen...

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  • Frank Böckelmann

    TUMULT Frühjahr 2020

    Wir zeigen in dieser Ausgabe 18 Bilder des 1987 in Köln geborenen, seit 2018 in Oberwinter am Rhein arbeitenden Malers und Fotografen Albert Sonnabend. Obwohl er sich in erster Linie als Maler versteht, haben wir uns für eine Auswahl seiner Fotografien entschieden, weil sie Medien und Erträge gesteigerter Empfänglichkeit sind (wohingegen die Gemälde „Tatsachen schaffen“ wollen). Mit seinen Aufnahmen setzt sich der Künstler spürsinnig gegen die inszenierte und inszenierende Umwelt zur Wehr. Er greift auf das vorindustrielle Werkzeug der Lochkamera zurück, die schon Leonardo da Vinci – als Camera obscura – gebraucht hat. Indem sie den Fotografen nötigt, von der Haltung des Alleskönners abzulassen – er muss zwischen (mehr) Schärfe und (mehr) Helligkeit beziehungsweise zwischen Schärfentiefe und Bildschärfe wählen –, wird der aufgenommene Gegenstand selbst zu einem Hauptfaktor des Bilds. Sämtliche monochromen Fotos in diesem Heft entstammen Lochkameras. Lange Belichtungszeiten versammeln Minuten, ja sogar Stunden der Anwesenheit in einem Bild. So durchbricht Sonnabend die an Benutzeroberflächen geschulte Wahrnehmung. Der fotografische Blick meditiert über eine aufgelassene farnbewachsene Halle, ein verlassenes Glashaus, einen Lagerraum mit Oberlicht, über Verankerungen und Waldflecken. Zugleich wendet Sonnabend beim Entwickeln der Bilder eine ungewöhnliche Technik an, die den stillgestellten Weltausschnitt der routinierten Betrachtung ebenfalls entrückt: „Auf der Basis von gefriergetrocknetem löslichem Kaffee, Waschsoda und Vitamin C wird eine Entwicklerflüssigkeit angesetzt. Der Entwicklungsvorgang findet hier mit einer ungiftigen Substanz statt. Die Methode – erfunden in den 1990er Jahren für die Entwicklung von Schwarzweißfilmen – bietet experimentelle Möglichkeiten. So sind mit Farbfilmen besondere Tonwerte erreichbar. Körnige bis klare Strukturen werden gestalterisch einsetzbar.“ Wie die monochromen Bilder erfassen auch die farbigen, mit einer Spiegelreflexkamera gefertigten Bilder die „Einordnung des Menschen in das Gewesene“. „Alle Zeit und ihr Vergehen, Durchleben, ja: Ablaufen, läßt sichtbare Spuren“, schreibt er am 7. August 2019 in einem Brief an den Herausgeber. „Diese strahlen ungeachtet aller Erneuerungen nach: Die Verortung eines Menschen und/oder einer Gemeinschaft, gleich welcher Zusammenstellung, bedingt den Blick in alle Richtungen, sowohl über die Schulter ins Vergangene als auch voran ins Kommende.“ Die Sehnsucht nach dem Liegen- und Zurückgebliebenen – der verwahrlosten Geschichte – hat Albert Sonnabend schließlich in den Osten Europas geführt, nach Georgien und in andere kaukasische Regionen, in die baltischen Staaten und die Provinz Kaliningrad (siehe Seite 7, 13, 20, 25, 33, 37, 44, 50 und 56). Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    TUMULT Winter 2019/20

    TUMULT zeigt auf, wie bewährte Instrumente des politischen Trickbetrugs eingesetzt werden. Höchste Wachsamkeit ist geboten, wenn ... ... Politiker und Großunternehmen sich auf Menschenrechte und Menschenwürde berufen, ... der Klimawandel nahezu ausschließlich auf die Verbrennung fossiler Energieträger zurückgeführt wird, ... wir dazu angehalten werden, unsere fortwährende kollektive Schuld (Nationalsozialismus, Dritte Welt) zu bekennen, ... beklagt wird, alltägliche, gewohnte Verhaltensweisen stünden der Vielfalt im Weg. Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    TUMULT - Herbst 2019

    TUMULT präsentiert in dieser Ausgabe 18 Bilder des 1938 in Bad Reichenhall geborenen Malers, Architekten und Bühnenbildners Ludwig Valentin Angerer, genannt „der Ältere“. Angerers Bilder sind ungeheuerlich – Ergebnisse eines Zusammenwirkens von virtuos beherrschter, wahrhaft altmeisterlicher Lasurtechnik, unangefochtener Treue zum christlich-abendländischen Erbe und der Schubkraft gereifter Kindlichkeit. Wer dies noch fassen kann, nennt es „magischen Realismus“ oder „Tradition des italienischen Manierismus“, in der Nachfolge von Bronzino und Cambiaso, der Nachbarschaft von Ernst Fuchs und Friedrich Hechelmann – zutreffend und doch hilflos. Aber seien wir froh, wenigstens diese Etiketten zu haben.
    Angerer der Ältere hat sich reinen Herzens, gänzlich unspekulativ, auf die Fabulier-, Formen-, Sprach- und Pathoswelten von Friedrich Hölderlin, Ernst Jünger, Salvador Dali, J.R.R. Tolkien, Michael Ende, Arno Breker und Rolf Schilling eingelassen (und die Genannten, sofern sie noch lebten, sowie Kirchenfürsten und weltliche Repräsentanten sich auf ihn) – im Sog der Sehnsucht nach der Wiederkehr des Wundersamen, einer Sehnsucht, die der Einsicht in die absolute Unfassbarkeit des Universums verschwistert ist. Dies alles ist phantastisch, und folgerichtig hat Angerer zweimal den französischen Kunstpreis „Trophée Apocalypse Dore“ des Europäischen Phantastensalons gewonnen. Wir sehen sagenferne Landschaften, ins Dämmerlicht frühneuzeitlicher Verzauberung getaucht, neomythische Tierwesen, nackte und geharnischte Heldengestalten. Wir sehen eine Gegenständlichkeit triumphieren, die schon in der frühsteinzeitlichen Höhlenmalerei Alteuropas vorherrscht. Wir sind von diesem spektakulären Realismus hingerissen. Doch dem Kunstverstand der Experten, abgehärtet in tausend Gewittern der Entmystifizierung, somit auch unserem eigenen Verstand, sind diese Bilder tief suspekt. (Und der Bildredakteur von TUMULT war kurz davor, uns die Loyalität aufzukündigen, als er sie ins Heft gelangen sah.) Wem angesichts der hier beschworenen Harmonie des Alls nicht die Attribute „schwülstig“ und „süßlich“ auf die Lippen drängen, der sieht nicht fern, liest keine Zeitschriften und hat keinen Computer. Wir haben sie ja nicht mutwillig vertrieben, und es bedürfte weitaus rigoroserer Kraftakte als eines künstlerischen Entschlusses, um sie zurückzugewinnen. Es war nicht einfach nur Frevel, sondern auch europäisches Geschick, dass wir auf den Pfad freudlosen Erkennens gerieten, und dabei sie verscheuchten, obwohl wir sie scheinbar anbeteten. Sie, die Schönheit. Angerer der Ältere will sie der Kunst und uns allen aufs Neue erschließen. Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    TUMULT - Sommer 2019

    TUMULT präsentiert in dieser Ausgabe 19 Bilder des 1958 geborenen, in Leipzig lebenden Malers Axel Krause. Wir sehen rätselhaft ruhige Kombinationen von Wohnlandschaften, Betriebsstätten, Wasserflächen, Gerätschaften und disziplinierter Personage in Monturen – Versatzstücken des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der dreißiger und fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Axel Krause inszeniert exzentrische Alltäglichkeit und – was uns besonders gut gefällt – lässt das Alltägliche exzentrisch werden, „umfangen von der Stille des retardierenden Moments“ (Harald Kunde), weniger surreal als hyperreal, nicht aggressiv aufgenötigt, sondern bedächtig in Erscheinung tretend. Wie Krause als Meister des Innehaltens den Zeitstrom stillstellt, bezeugt Verwandtschaft zu Neo Rauch, der ebenfalls aus der „Leipziger Schule“ stammt, ohne ihr anzugehören. Unschwer erkennen wir Zitate aus Gemälden von Caspar David Friedrich, Edward Hopper, Giorgio De Chirico und Balthus – zwanglose Einsprengsel. In den Bildern Axel Krauses kreuzen sich Perspektiven und Sichtachsen, ausgerichtet von Fenstern, Türen, Spiegeln und Bildschirmen. Es mischen sich Umwelt und Film, Traum und Bild. Bestimmten Motiven ist Axel Krause jahrzehntelang treu geblieben: nackten und gut frisierten schlanken Frauen, die sich bei Anzugträgern einhaken, Kindern und Halbkindern, Szenarien des Unterwegsseins mit allen möglichen Fortbewegungsmitteln, Techniker- und Forschergestalten, die ihre Einfälle ins Werk setzen. Axel Krause enthüllt nicht, warnt nicht, agitiert nicht (vgl. seine Selbstauskunft auf Seite 82). Er will „Unbekanntes sichtbar werden lassen“, indem er Motive einbildet, die ihm „unters Auge kommen“, nicht wissend, wohin ihn die Arbeit führt. So erschließt sich eine andere Bedeutung des Sichtbaren, den regulierten Blick erlösend, „das Geheimnis zwischen uns und den Objekten dieser Welt“, das Befremdliche, Absurde, Paradoxe des Daseins, „in den Einzelheiten nachvollziehbar und in deren Zusammenhängen letztendlich nicht wirklich zu verstehen“. Die Malerei ist diesem Maler „kein Selbstzweck, sondern ein Medium“, Einkehr in die Beschränktheit des Gevierts (der Leinwand), in die „Möglichkeits-Balance“, von der er auf Entdeckung ausgeht. Unaufdringlich, der Beliebigkeit entrissen, tritt hier das Wunderbare ein, weil Axel Krause es nicht gebieterisch konstruiert, sondern meditierend empfängt. Axel Krauses Ausstellung „TRANS-MISSION“ ist bis zum 15. Juni 2019 in der Galerie Kunst Kontor Sehmsdorf in Potsdam, Bertiniweg 1A, zu sehen. Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    TUMULT - Frühjahr 2019

    TUMULT präsentiert in dieser Ausgabe auf 18 Seiten eine Auswahl von Bildern des 1965 in Zittau geborenen und im mittelsächsischen Döbeln lebenden Fotografen Sven Abraham. Die Bilder stammen aus zwei Serien, den „Reisenotizen aus Transdanubien“ und den „Vertikalen Horizonten“. Der „transdanubische“ Zyklus ist auf jährlich (bis 2016) wiederholten Reisen in die ungarisch-deutsch-kroatische Heimat seiner Mutter entstanden. Sven Abraham versteht ihn als vielschichtigen „Essay“, vergleichbar einer Durchmischung von Erinnerungen bei wiederholter Begegnung mit der pränatalen Herkunft. Mit einer speziellen Panoramakamera und einer Technik der Langzeit- und Mehrfachbelichtung entstanden Gebäudeserien und langgestreckte Landschaften von inständiger Dauer. Sebastian Hennig über die „Reisenotizen aus Transdanubien“: „Keine Gewissheiten zu haben, das heißt nicht, dem Ort selbst jede Gewissheit abzusprechen. Kaleidoskopisch oder kristallin scheint das Land hinter dem Fluß in Abrahams Lichtbildern auf. Erscheinungen fächern sich auseinander oder schimmern durch sich selbst hindurch. Die Geflechte des noch weitgehend oberirdisch verlaufenden Leitungsnetzes und die Baumkronen vervielfachen sich in Reihen mit den gekalkten Bauernhäusern, den bekuppelten Türmen und Fensterbögen von Palästen und Kirchen. Bäume werden Skulpturen und Statuen zu Baumnymphen. Ein verwischender Lichtpinsel trägt Schatten ein und schlägt lichte Schneisen in eine vermeintliche Wirklichkeit. Die Trostlosigkeit des Horizonts vergeht mit der Erschütterung des Standpunkts. Er beginnt zu schwimmen, zerfasert oder biegt sich. Das Gran Eigenwürze erst, das die musische Betrachtung der Welt von der Inventur unterscheidet, schenkt den Erscheinungen die Kraft der Dauer.“ (2014) Hier: Sven Abraham, Profi
    Radierung von Tim von Veh (2017) Mehr erfahren
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  • Frank Böckelmann

    Die Gelben, die Schwarzen, die Weissen

    Frank Böckelmanns Aufsehen erregende Studie über die gegenseitige Wahrnehmung und Fremdheit von „Gelben“, „Schwarzen“ und „Weißen“ ist 1998 in Hans Magnus Enzensbergers „Die Andere Bibliothek“ erschienen, war lange Zeit vergriffen und liegt nun in einer erweiterten Neuausgabe – mit Stellungnahme des Autors zur gegenwärtigen Lage – endlich wieder vor. An Aktualität und Überzeugungskraft hat sie nichts eingebüßt – im Gegenteil. Schon vor zwei Jahrzehnten war die öffentliche Belehrung, wie man mit Fremden korrekt umzugehen habe, von einem entlarvenden Widerspruch geprägt: Mit der Parole „gegen Ausgrenzung“ wurden wir dazu ermahnt, Fremdheit zu ertragen und sie zu beseitigen: einzusehen, daß die Fremden gar nicht fremd sind. Heute ist aus der Hemmung, den Menschen ins Gesicht zu sehen und für den Anblick Worte zu finden, eine regelrechte Wahrnehmungsblockade geworden, der allgegenwärtige Rassismus-Verdacht. Aber Gesichtsform und Hautfarbe, Gangart und Gestik, Blickverhalten und Mienenspiel gehören zum kulturellen Erbe der Kontinente. Sie sind nicht belanglos, weil die genetischen Unterschiede gering sind. Wenn heute unablässig gefordert wird, „das Fremde“ zu tolerieren, wenn Transparente vor öffentlichen Gebäuden zur Weltoffenheit auffordern und die Mannschaftskapitäne in den Stadien die „Respekt“-Litanei vortragen, tritt das Ziel solcher Humanitätsbeschwörung zutage: die Beseitigung der Andersheit, vorab der eigenen. Doch dieser Versuch – auch diese Erkenntnis vermittelt Böckelmanns Buch – ist zum Scheitern verurteilt. Die zunehmende Unfähigkeit zur Befremdung geht einher mit einer Zunahme sprachloser Fremdheitserfahrungen. Hinter der eingeübten Aufgeschlossenheit beginnt das Wirkliche, das Unvergleichliche, heillos anstößig zu werden. Böckelmann zeigt die Europäer bzw. die Weißen als die Fremden der Anderen, als ihrerseits rätselhafte und undurchdringliche Wesen. Fremdheit – Abstoßung und Faszination – erweist sich nicht als Folge bedauerlicher Vorurteile, sondern als Ausdruck einer jeweils einzigartigen Begegnungsgeschichte. Dieses Buch ist keine Sammlung von Schuldzuweisungen, sondern ein Lob der Fremdheit. Mehr erfahren
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