H. L. Mencken

Autobiographisches 1930-1948

Noch heute Zündstoff. H. L. Mencken.

H. L. Mencken (1880–1956) ist, wie Helmut Winter in seinem Nachwort betont, wie Karl Kraus und Kurt Tucholsky ein sprachmächtiger Schreiber mit unbändiger Lust an der provokanten Formulierung.

Im ersten Band der Manuscriptum-Ausgabe macht er sich gleich dreier Ruchlosigkeiten schuldig: des Anti-Feminismus („Die Verteidigung der Frau“, 1918), des Anti-Amerikanismus („Das amerikanische Credo“, 1920) und der Demokratiefeindlichkeit („Demokratenspiegel“, 1926), wobei diese drei Objekte seines Spottes für ihn nur drei Aspekte ein und derselben Abirrung sind. „Mencken war davon überzeugt, daß sich die Wahrheit unaufhörlich wandelt und verändert ‚wie die Oberfläche eines Diamanten‘. Mit sich identisch ist nur das Dumme und Dumpfe, das sich zäh in Form hält“, schrieb Ulrich Horstmann in der Süddeutschen Zeitung. „Wo demnach Irrtümer als‚ die einzige fixe Größe in einer Welt des Chaos‘ erscheinen, da müssen argumentative Fest-Stellungen immer wieder unterlaufen, gedreht und gewendet werden, um ihre Brillanz und ihren Esprit zu erhalten.“

Also: Eine Stimme unter lauter Stimmchen, häufig blutdrucksteigernd, manchmal adstringierend, oft die Nerven reizend, meist aber mit der Entladungs- und Entlastungswirkung eines Sommergewitters.

539 Seiten, 12,5 x 19,8 cm, flexibles Leinen mit Schutzumschlag, Fadenheftung, Leseband.

ISBN: 978-3-933497-51-2

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