Warenkorb Warenkorb (0)
PORTOFREIE LIEFERUNG
(INNERHALB DEUTSCHLANDS)

Hermann Goethe /
Rudolph Goethe

Atlas der Traubensorten

3. verbindliche Auflage 2010, 80 Seiten. 

ISBN 978-3-933497-68-0
Verfügbarkeit:
24,95 €

Ein Glanzstück der Rebsortenkunde 
und der botanischen Illustrationskunst.

Das Unterscheiden und Beschreiben der Trauben­sorten ist so alt wie die Weinkultur selbst. Große Sorten­kunden (Ampelographien) gehören gleichwohl zu den seltensten botanischen Werken. Der „Atlas“ der Brüder Goethe ist unangefochten die schönste deutschsprachige Publikation ihrer Art. Vor­zügliche Farbtafeln geben die Sorten in aller Feinheit ihrer Merkmale (Formen und Farben der Blätter, Beeren und Trauben, des Rebholzes und der Triebspitzen) wieder. Die präzise Sor­ten­­beschreibung folgt dem klassischen Schlüssel: Name, Syn­­onyme, Rebstock, Blätter, Traube, Vor­kommen, Kultur und Verwendung. 

Die Autoren gaben mit ihrem Werk dem modernen Qualitätsweinbau entscheidende Impulse: Sie hielten es für die Hebung der Weinkultur eines Landes für unerläßlich, die Kenntnis der einzelnen Reb­sorten zu vertiefen, mit größter Sorgfalt die jeweils geeignetsten Sorten auszuwählen und den Wein sortenrein anzubauen - vor 125 Jahren stand ein Großteil der Wein­berge noch im sogenannten Misch­satz. Neben „Klassikern“ wie Riesling, Silvaner und Blauem Spätburgunder werden auch Sorten vorgestellt, die inzwischen teils fast vergessen sind, teils selten angebaut werden, aber vorzügliche Weine hervorbringen. Da der Kommen­tar zu diesem Werk auch der Frage nachgeht, welche Bedeu­tung die im „Atlas“ beschriebenen Sorten heute haben, ergeben sich interessante Möglichkeiten zu vergleichender Betrachtung. 

Die Brüder Hermann (1837-1911) und Rudolph Goethe (1843-1911) stammen aus der alten Wein­stadt Naum­burg an der Saale und gehören zu den Pio­nie­ren der wissenschaftlichen Reben­­züchtung. Beide haben sich in Lehre, Forschung, publizistischer und organisatorischer Tätigkeit gleichermaßen hohe Verdienste erworben. Nach vielseitiger Ausbildung und einem breitangelegten beruflichen Werdegang fanden beide an bedeutenden Lehr- und Forschungs­ein­richtungen ihr Haupt­wirkungs­feld: Hermann Goethe ab 1872 im damals österreichischen Marburg an der Drau (heute Maribor), Rudolph Goethe ab 1879 als Direktor der Kgl. Lehranstalt für Obst- und Weinbau in Geisenheim, heute eine der drei weltweit führenden önologischen Lehr- und For­schungs­stätten. Das Schaffen der Brüder fiel in jene Zeit, in der die Existenz des gesamten europäischen Weinbaus durch das Wüten der Reb­laus bedroht war. Beide haben führend bei der Bekämpfung dieser Gefahr gewirkt, indem sie die Gewinnung reb­laus­resistenter Unter­lagssorten aus ameri­kanischen Wild­reben als einzige Rettungs­möglichkeit nach­drücklich pro­pagierten und selbst wichtige züchterische Leistungen dafür erbrachten.

Neben dem großartigen „Atlas“ stammen weitere Standardwerke aus ihrer Feder, u. a. das „Hand­buch der Ampe­lo­graphie“ (H. Goethe 1878, 1887) und das „Handbuch der Tafeltrauben­kultur“ (R. Goethe 1894).

MANUSCRIPTUM VERLAGSBUCHHANDLUNG THOMAS HOOF KG